Die Bohmsche Mechanik ist eine klassische, realistische, deterministische Theorie. Sie macht unter einer speziellen aber natürlichen Annahme - dem sogenannten ,, Quantengleichgewicht``- dieselben Voraussagen wie die Quantentheorie.
Sie ist damit ein explizites Gegenbeispiel gegen die Behauptung, es gäbe keine deterministischen Theorien mit versteckten Variablen. Ein Vergleich dieser Theorie mit verschiedenen Theoremen, die diese Unmöglichkeit zu beweisen suchen, zeigt, daß die Voraussetzungen für die Anwendung dieser Theoreme (Einstein-Kausalität, Kontextunabhängigkeit) nicht gegeben sind.
Die Theorie ist vom mathematischen Standpunkt aus extrem einfach.
Betrachten wir zuerst den Fall der der klassischen
Mehrteilchen-Schrödingertheorie entsprechenden Variante der
Bohmschen Theorie. In ihr wird die Realität beschrieben durch die
Wellenfunktion
(wobei
im
klassischen Konfigurationsraum
variiert) und
einer Konfiguration
aus
diesem Raum. Für die Wellenfunktion selbst gilt genau wie in der
Quantenmechanik die Schrödingergleichung