Um die Bohmsche Mechanik auf andere Quantentheorien als die für N
nichtrelativistische Teilchen zu übertragen, müssen wir für diese
Theorien Konfigurationsvariablen auswählen und für diese Variablen
eine Leitgleichung finden. Diese Prozedur ist nicht eindeutig,
andererseits ist es jedoch auch nicht schwer, eine Leitgleichung zu
finden. Wir müssen nur die Größen
, wie wir sie aus der
Quantenmechanik kennen, mit der klassischen Beziehung
vergleichen, um auf die Gleichung
Die größte Freiheit liegt hierbei in der Auswahl der Konfigurationsvariablen. Im Prinzip könnte man mit jedem Satz von kommutierenden Variablen starten. Es muß nicht einmal ein maximaler Satz kommutierender Variabler sein.
Daß es im Prinzip mehrere Möglichkeiten gibt, Bohmsche Mechanik zu definieren, wird oft als Argument gegen diese Theorie verwendet. Es bedeutet jedoch lediglich die Existenz weiterer Theorien, die sich nicht durch Beobachtung voneinander unterscheiden lassen. Wieso dies ein Argument gegen die Theorie selbst sein sollte, ist unverständlich - als wenn sich die Natur darum Sorgen machen würde oder müßte, ob wir Menschen die wahre Theorie durch Beobachtung herausfinden könnten.