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Operatoren, effektive Wellenfunktionen, Dekohärenz

Außer der Wellenfunktion und der Schrödingergleichung, die sich bereits in der Definition der Bohmschen Mechanik finden, sind alle anderen Begriffe aus der Quantenmechanik abgeleitet.

Ein interessanter Punkt ist, daß von vornherein die Wellenfunktion $ \Psi$ die des ganzen Universums ist. Es gibt nicht, wie in der Quantentheorie, das Problem, wer denn der äußere Beobachter wäre, da man zur Definition der Theorie keinerlei Beobachter verwendet. Auch ergibt sich nicht das Problem, was eine Wahrscheinlichkeitsverteilung bedeutet. Die Wahrscheinlichkeit ist durch unsere Unkenntnis nicht schlechter motiviert als in der klassischen Thermodynamik. Das Universum selbst gibt es nur einmal, als wohlbestimmten Zustand $ Q$.

Was in der klassischen Quantenmechanik sofort zu Problemen führt - nämlich zu Schrödingers Katze - ist völlig unproblematisch in der Bohmschen Theorie. Die Wellenfunktion ist zwar eine globale, welche somit irgendeine seltsame Superposition lebendiger und toter Katzen beschreibt. Die Katze selbst wird jedoch nicht durch ihre Wellenfunktion, sondern durch ihre Konfiguration $ Q$ beschrieben - und die ist keine Superposition, sondern hat wohlbestimmte Koordinaten für jedes ihrer Elementarteilchen zu jedem Zeitpunkt.



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