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Ein Beispiel für einen fehlererkennenden Code ist die Codierung mit
Hilfe der
ISBN (International Standard Book Number).
,,Von westlichen Verlagen herausgegebene Bücher werden seit einiger Zeit
mit Nummern versehen, aus denen Land, Verlag und Buch zu identifizieren sind.``
([9] S.56)
Das Buch [9] von Ralph Hardo Schulz zum Beispiel hat die ISBN
, wobei die
für das Land, die
für den Verlag
und die
für den Artikel stehen. Die
ist eine Prüfziffer,
die es uns (unter Umständen) erlaubt, eine Aussage über die Richtigkeit
der Nummer zu machen: Erfüllt die Prüfziffer eine bestimmte
Kontrollgleichung nicht, so können wir uns sicher sein, dass ein Fehler
aufgetreten ist, erfüllt sie diese aber, dann können wir immer noch keine
genaue Aussage darüber treffen, ob sie richtig ist.
Eine gültige ISBN-Nummer
muss die
Prüfgleichung
erfüllen. Man verwendet hier die Summe modulo
, was zur Folge hat, dass
auch der Fall
auftreten kann; wir müssen also unser Alphabet
, aus dem wir die endgültige Nummer bilden wollen,
um eine Stelle erweitern. Man hat als Symbol für die
den Buchstaben
gewählt. Es stellt sich nun die Frage, ob die Verwendung der Summe modulo
, die uns zwingt, unser Alphabet zu erweitern, uns auch irgendwelche
Vorteile verschafft. Dies tut sie, da bei einem Einzelfehler
in der
-ten Stelle die Summe folgendermaßen
aussieht (vgl. auch [9], S.
59):
 |
(4) |
Damit ein solcher Fehler erkannt werden kann, darf der Term
allerdings nicht durch
teilbar sein.
Dieser Fall kann jedoch gar nicht eintreten, da
eine Primzahl ist:
Das Produkt
besteht aus den Faktoren
und
;
kann sich ja nur zwischen
und
bewegen, hat also auf jeden Fall keinen Teiler
mit
gemeinsam und
auch der Betrag des zweiten Faktors kann sich zwischen
und
bewegen
(wir gehen davon aus, dass
, also dass ein Fehler
aufgetreten ist) und wir wissen, dass
.
Also kann das gesamte Produkt gar kein Vielfaches von
sein, da
keinen Teiler
mit einem Faktor gemeinsam hat.
Ein einzelner Fehler der ersten neun Stellen wird also auf diese Weise erkannt,
was bei Verwendung von
nicht gewährleistet hätte sein
können, zum Beispiel wenn der Fall
und
eintritt. Allgemein können wir aus Gleichung 5.1 erkennen, dass es,
wenn wir nicht modulo
rechnen, sondern allgemein modulo
(wobei
allerdings größer sein sollte als das größte
) notwendig
für die Erkennung von Einzelfehlern ist, dass alle
teilerfremd zu
sind und diese Forderung auch hinreichend für die Erkennung von
Einzelfehlern ist (vgl. auch [9], S. 59).
Die Prüfgleichung kann nun auch anders formuliert und verallgemeinert
werden:
 |
(5) |
und noch allgemeiner können wir, da wir ja die Teilerfremdheit zu einem
allgemeinen
nicht für alle
garantieren können,
die folgende Gleichung
 |
(6) |
als Prüfgleichung wählen. (vgl. [9], S. 59)
In unserem Fall ist
für
und
.
Wir können nun von Gleichung 5.2 ausgehend
(analog zur ersten Form) erkennen, dass Einzelfehler auch in der zehnten
Stelle erkannt werden können.
Unsere allgemeine Gleichung 5.3 findet in der Praxis vor allem
für
(mit
ungerade und
) und
Anwendung,
wobei sich allerdings
gezeigt hat, dass für
mehr Fehlertypen erkannt werden können
als mit
, dass hier jedoch, wie wir schon gesehen haben, eine
Erweiterung des Alphabets notwendig ist (vgl. [9], S. 61).
Man kann die Abbildung von
auf den Rest von
bei
Division (in unserem Fall) durch
als eine Permutation auffassen
(vgl. auch [9] S.59) und den Begriff der Prüfzeichencodierung auf
Gruppen ausweiten; den Nachweis, dass wir es hier mit Permutationen
zu tun haben, werden wir hier allerdings nicht erbringen, die Tatsache, dass
hier wieder
verschiedene Reste auftreten und für keine zwei
aus
unserem Alphabet gleiche Reste auftreten, könnten wir aber wieder ähnlich
zu dem Beweis, dass
für
den Fall, dass
der größte gemeinsame Teiler von
und
ist,
den wir bei unserer Untergruppensuche geführt haben, und auch allgemein
für den Fall, dass
teilerfremd zu
ist, zeigen.
In unserem Beispiel haben wir für
die folgenden Reste bei
Division mit
und erkennen sofort, dass wir es hier mit einer
Permutation zu tun haben, wobei wir allerdings das Alphabet um die
erweitern.
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