Hendrik van Hees
Date: 3. Juni 2001
Es ist klar, daß der Dopplereffekt beim Licht, d.h. die Verschiebung der Spektrallinien bei sich bewegender Lichtquelle gegenüber der Emission bei ruhender Quelle, relativistisch behandelt werden muß.
Sei dazu
das Bezugssystem, in dem sich die Lichtquelle bewegt. Die
-Achse dieses Koordinatensystems werde o.B.d.A. in die Bewegungsrichtung
der Lichtquelle gelegt. Damit ist die Vierergeschwindigkeit der Lichtquelle
durch
Aufgrund der Kovarianz der Wellengleichung
transformiert sich
der lichtartige Wellenvektor
der Welle wie ein Vierervektor, wenn wir mit
Hilfe der Lorentztransformation
Wir legen o.B.d.A. die
-Achse des Systems
so, daß
ist. Der Wellenvektor läßt sich dann in der Form
schreiben, wobei wir
annehmen
(Ausbreitung entlang des positiven Lichtkegels). Das bedeutet, daß
Ausbreitungsrichtung des Lichtes und Bewegungsrichtung der Lichtquelle den
Winkel
einschließen. Weiter gilt
.
Das bedeutet, daß sich Frequenz und Wellenvektor des Lichtes im Ruhsystem der
Lichtquelle mit Hilfe der Lorentztransformation, angewandt auf den
Wellenvektor
berechnen zu:
Für kleine
ergibt die Taylorentwicklung die Näherung
Bewegt sich die Lichtquelle in Ausbreitungsrichtung, so folgt
Entsprechend ergibt sich für
, d.h. wenn sich die
Lichtquelle entgegengesetzt zur Ausbreitungsrichtung des Lichtes bewegt,
die Rotverschiebung der Spektrallinien:
Es ergibt sich aber auch eine Verschiebung der Spektrallinien
senkrecht zur Bewegungsrichtung der Lichtquelle, die der klassischen
Behandlung des Dopplereffekts fremd ist. Dies folgt für
: