Das mag nun reichlich esoterisch scheinen, beschreibt aber, um ein
Beispiel für eine erfolgreiche hidden-variable-Theorie zu
nenen, exakt die Verbindung zwischen der klassischen
phänomenologischen Thermodynamik und der statistischen Thermodynamik:
die Temperatur T eines Systems etwa ist eine fundamentale Größe in
der phänomenologischen Thermodynamik. In der statistischen
Thermodynamik aber ist sie eine Funktion des Erwartungswertes der
Summe der kinetischen Energien der Atome des Systems:
Bezogen auf die Quantenmechanik und EPR war nun die Hoffnung, eine hidden-variable-Theorie würde das scheinbare Paradox auflösen. Die im von EPR vorgeschlagenen Experiment gemessenen Größen wären dann nicht mehr fundamental, ihre Unbestimmtheit (und damit letztlich auch die Heisenbergsche Unschärferelation) seien nicht Folge der fundamentalen algebraischen Struktur der Quantenmechanik, sondern lediglich eine Folge unseres mangelnden Verständnisses der physikalischen Vorgänge und unserer mangelnden Fähigkeit, die verteckten Variablen zu entdecken. Bezogen auf das oben beschriebene Spiel von Alice, Bob und Trent heißt das, das Trent bei seiner Analyse die Existenz eines Spions miteinbeziehen muß, durch den Alice und Bob über Trents Fragen informiert sind, bevor er sie gestellt hat.
Konkret auf EPR bezogen hieße das, daß die im EPR-Experiment zu messenden Photonenpolarisationen oder Elektronenspins schon ganz am Anfang durch einen Satz versteckter Variablen festliegen.