Diese Rechnung liese sich nun für Tensorfelder beliebiger Stufe wiederholen, nur wird dann schnell klar, daß die Ableitung desselben kein Tensorfeld mehr ist, weil bei einer Koordinatentransformation auch die Jacobimatrizen abgeleitet werden. Andererseits sind die zweiten partiellen Ableitungen der Diffeomorphismen bei der stets vorausgesetzen stetigen Differenzierbarkeit vertauschbar. Das bedeutet aber, daß für den Fall, daß die Komponenten eines rein kovarianten Tensorfeldes bei Vertauschen zweier beliebiger Indizes das Vorzeichen wechseln, die partiellen Ableitungen wieder ein Tensorfeld bilden.
Diese Idee setzen wir nun folgendermaßen um:
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Die total antisymmetrischen Tensorfelder bilden offensichtlich einen
Untervektorraum von
, den wir mit
bezeichnen
wollen.
| (25) |
Die eckigen Klammern um die Komponenten haben dabei folgende
Bedeutung. Ist
eine beliebige Menge reeller
Zahlen, definieren wir die antisymmetrisierten Ausdrücke durch
![]() |
(26) |
Offenbar bilden dann die Keilprodukte
| (27) |
![]() |
(28) |
Zur koordinatenunabhängigen Definition der Ableitung einer Form zeigen wir
eindeutig bestimmt.
| (30) |
Daß diese Definition auf ganz
und nicht nur lokal in einem Kartengebiet
um
gilt, erfordert nun nur noch den Nachweis, daß sich
wie eine
-Form transformiert. Auch dies berechnet man
sofort aus der allgemeinen Transformationsformel und der Antisymmetrie
des Keilprodukts. Q.E.D.
Als nächstes wollen wir das für die Physik so wichtige Lemma von Poincaré beweisen.
Beweis: Sei
und
eine Karte um
. Das Bild
ist offen und enthält folglich eine
offene Kugel
um
. Sei
. Dieses ist offenbar
sternförmig bzgl.
, denn in
ist mit jedem Punkt auch die gerade
Verbindungslinie dieses Punktes mit
enthalten.
Wir brauchen folglich den Satz nur für sternförmige Gebiete im
zu beweisen. Sei also
offen und sternförmig bzgl. des
Ursprungs. Sei weiter
eine in
definierte
-Form und
. Dann müssen wir eine
-Form
in
finden, so daß
ist.
Dazu definieren wir die lineare Abbildung
durch
| (32) |
Der Akzent über einem Tensor im Keilprodukt bedeutet, daß dieser aus
diesem Keilprodukt zu streichen ist. Das bedeutet, daß auf der
rechten Seite in der Tat eine
-Form steht. Wir bemerken, daß das
Integral wohldefiniert ist, weil wir den Definitionsbereich
von
als sternförmig bzgl. dem Ursprung konstruiert haben. Für
jedes
handelt es sich um das Wegintegral entlang der geraden
Verbindungslinie des Ursprungs mit
. Unter der Summe über
ist über alle
gemäß der Einsteinkonvention von
bis
zu summieren.
Jetzt soll nach Voraussetzung
sein. Das bedeutet für
die Komponenten
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(34) |
![]() |
(36) |
| (37) |
Bemerkung:
Es ist klar, daß zu gegebenem
mit
das
keineswegs eindeutig bestimmt ist, sondern z.B. auch
, wobei
eine beliebige
-Form
ist (für
ist unter
einfach eine Konstante zu
verstehen). Dies ist aber lokal auch schon die größtmögliche
Vieldeutigkeit für
, denn wir wegen der Linearität der
äußeren Ableitung
können wir aus
schließen, daß
und damit
lokal auf
mit einer geeigneten
-Form
schließen. Es ist aber keineswegs gesichert, daß dies für
dieselbe Umgebung
eine gegebenen Punktes zutreffen
muß. Notfalls muß man die Umgebung entsprechend verkleinern!