Als nächstes wollen wir die Differenzierbarkeitsstruktur der
Mannigfaltigkeit nutzen indem wir Tangentenvektoren definieren. Die
hier gegebene Definition ist nur eine von vielen Möglichkeiten, die
für Physiker allerdings besonders anschaulich ist und direkt der
Definition der Geschwindigkeit eines Teilchens entlang einer Bahn im
abgeschaut ist. Jedoch hier wieder die allgemeine:
Weiter definieren wir zwei Kurven
und
als
tangentialäquivalent in
, wenn für eine beliebige Karte
um
gilt
Die Menge aller Tangentialvektoren in
ist heißtTangentialraum in
und wird mit
bezeichnet.
Die Menge
| (4) |
Überhaupt bezeichnen wir an jedem Punkt einer Mannigfaltigkeit realisierte zusätzliche Strukturen als Faserbündel. In diesem Falle haben wir gesehen, daß das Tangentialbündel an jedem Punkt des Raumes sozusagen den dazugehörigen Tangentialraum anheftet.
Vergegenwärtigen wir uns die Mannigfaltigkeit als Fläche im
Anschauungsraum, was dem Leser ohnehin wärmstens empfohlen sei, ist
uns sofort klar, daß wir
mit Hilfe der Karten mit der
Vektorraumstruktur von
versehen können. Dies formulieren wir
ordentlich in der folgenden Form
![]() |
(5) |
Beweis:
Daß
wohldefiniert und injektiv auf
ist, d.h.
unabhängig von der Wahl des Repräsentanten
von
ist und
allemal
nach sich zieht, folgt unmittelbar aus der
Definition der Äquivalenzklassen
.
Als nächstes wollen wir zeigen, daß
surjektiv ist,
d.h. wir müssen zu einem gegebenen Vektor
einen
Tangentialvektor
aus
angeben, so daß
ist. Da
offen ist und
enthält, existiert
derart, daß die Abbildung
| (6) |
![]() |
(7) |
Jetzt definieren wir die Vektorraumstruktur auf
einfach
kurzerhand dadurch, daß wir
zum Vektorraumisomorphismus
erklären:
![]() |
(8) |
| (9) |
| (10) |