Nun haben wir in
den Tangentialraum
konstruiert und mit dem
-Vektorraum identifiziert. Jetzt können wir alle Kenntnisse aus
der linearen Algebra auf
anwenden. Für die Physik erweisen
sich nun die Linear- und Multilinearformen als besonders nützlich,
weil sie es gestatten, invariante, d.h. vom Koordinatensystem
unabhängige Größen zu definieren, und allein diese sind es, die
objektive Realität in der Raum-Zeit beanspruchen dürfen.
Daß der Dualraum isomorph zum
ist, folgt nun indem wir zeigen,
daß es eine Familie von
linear unabhängigen Bilinearformen in
gibt. Dazu bedienen wir uns der oben definierten
Koordinatenbasis bzgl. einer beliebigen Karte
um
, die wir
mit
bezeichnet haben.
Es ist nun klar, daß es aufgrund der Linearität der Linearform
genügt, sie auf einer beliebigen Basis von
zu definieren. Wir
wählen dazu die Koordinatenbasis und definieren
für
als die Linearform, die folgendermaßen auf die
Koordinatenbasisvektoren wirkt:
![]() |
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Wir bemerken noch, daß wir in jedem Punkt
der Mannigfaltigkeit
den Dualraum zum Tangentialraum auf diese Art konstruieren können und
folglich auch sogleich das entsprechende Kotangentialbündel
mitkonstruiert haben.
Es gibt nun aber keine universelle Eigenschaft des Dualraums, der die
Identifikation mit dem Tangentialraum ermöglichen könnte, d.h. wir
finden keinen basisunabhängigen Isomorphismus zwischen
und
.
Dem Leser fällt es nun bestimmt nicht schwer zu erraten, was sich der Mathematiker als nächstes ausdenkt. Als hätten wir nämlich noch nicht genug definiert, versuchen wir gleich noch einen neuen Begriff einzuführen indem wir dieselbe Konstruktion, die zur Bildung des zum Tangentialraum dualen Raumes geführt hat, einfach nochmals anwenden und den zum Dualraum dualen Raum, kurzerhand Bidual genannt, definieren.
Für den Physiker erweist sich aber diese Konstruktion zum Glück als
nicht notwendig, weil wir das Bidual
koordinatenunabhängig mit dem Tangentialraum identifizieren können.
Wir definieren dazu lediglich zu jedem
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Zunächst folgt aus der Linearität der Linearformen sofort, daß
linear ist, d.h. es gilt für irgendwelche
und
die Gleichung
.
Als nächstes zeigen wir, daß die Abbildung injektiv ist: In der Tat
folgt aus
, daß für jede Linearform
gilt
. Folglich stimmen aber die Komponenten von
und
in
einer beliebigen Koordinatenbasis überein:
, womit dann aber gezeigt ist, daß
und
folglich
injektiv ist.
Da injektive lineare Abbildungen auf endlichdimensionalen
Vektorräumen auch surjektiv sind, ist der Beweis damit schon fertig.
Wir wollen aber zur Einübung der Begriffe die Surjektivität auch
noch direkt nachweisen. Dazu sei
. Wir definieren
nun mit Hilfe der Koordinatenbasis von
den Tangentialvektor
. Dann ist aber sofort klar, daß
ist, denn für alle
gilt
,
womit
also surjektiv ist.
Vermöge des Isomorphismus
ist aber
inkoordinatenunabhäniger Weise mit
identifiziert, und wir
werden dies auch hinkünftig stillschweigend tun. Wir können dies
dadurch klar machen, daß wir einfach den Isomorphismus
nicht
hinschreiben, und
direkt mit dem entsprechenden Element
identifizieren. Dies ergibt die suggestive
Schreibweise:
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