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Im Herbst 1864 reichte James Clerk Maxwell (1831-1879) bei der
Royal Society in London die
Abhandlung A Dynamical Theory of the Electromagnetic Field
ein [16, S. 20]. Damit begründete er die moderne Elektrodynamik.
Mit seinen Gleichungen lieferte er die Theorie, die bis heute alle bekannten
elektromagnetischen Effekte außerhalb der Quantentheorie erklären kann. Dass
die theoretischen Ergebnisse Maxwells erstaunlich gut zur Praxis passten, fiel
auch schon seinen Zeitgenossen auf; für sie hatte die Theorie jedoch einen
entscheidenden Nachteil: Sie war nicht mehr Galilei-invariant. So ergaben ihre
Gleichungen z. B., dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen gleich
groß sei. Dies war natürlich ein Widerspruch zu Galileis Auffassung, nach der
das Licht, das als elektromagnetische Welle z. B. von einer sich mit
vom Beobachter entfernenden Lichtquelle mit
abgestrahlt wird, nur noch mit
beim Beobachter ankommen dürfte. Dies widerspricht jedoch auch
experimentellen Ergebnissen.
Die Maxwell'sche Theorie war nicht mehr Galilei-invariant, sondern
Lorentz-invariant. Das bedeutet, dass sie bei einer
eigentümlichen Transformation, der so genannten
Lorentz-Transformation, invariant ist. Die Eigentümlichkeit dieser
Transformation liegt darin, dass bewegte Körper verkürzt erscheinen und
bewegte Uhren langsamer gehen.
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