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Die Gravitation im Rahmen der Speziellen Relativitätstheorie
In der Speziellen Relativitätstheorie wird die Gravitation nicht behandelt.
Dass dies auch nicht so ohne Weiteres möglich ist, zeigt folgende Überlegung:
Zunächst stellen wir fest, dass aus dem Äquivalenzprinzip eine Rotverschiebung
von Photonen durch die Gravitation folgt: Betrachten wir ein Raumschiff, das
eine gleichförmige Beschleunigung nach oben erfährt. In diesem Raumschiff
befinden sich zwei Experimentatoren, die einen gewissen Abstand in
Beschleunigungsrichtung haben. Der untere Experimentator sendet nun ein Photon
in Richtung des oberen Experimentators aus. Bei diesem kommt das Photon nun
rotverschoben an, wie man aus einer einfachen Überlegung unter Einbeziehung des
Dopplereffekts erkennen kann [20, S. 83-84]. Nach dem
Äquivalenzprinzip ist ein Bezugssystem im Einflussbereich der Gravitation lokal
nicht von einem gleichförmig beschleunigten Bezugssystem zu unterscheiden. Die
Rotverschiebung muss deshalb auch in Gravitationsfeldern auftreten.
In der Speziellen Relativitätstheorie aber kann es eine solche Rotverschiebung
nicht geben. Betrachten wir hierzu das folgende Diagramm:
Es ist hier die Aussendung einer Lichtwelle anhand von zwei Wellenbergen
dargestellt. Die Krümmung der beiden Linien zeigt die Wirkung der Gravitation
auf die Ausbreitung der Wellen. Da die Situation statisch ist, sich also im
Lauf der Zeit nicht verändert, muss der zweite Wellenberg sich auf einer Kurve
bewegen, die die gleiche Form wie diejenige des ersten Wellenbergs hat. Die
zweite Kurve entspricht damit also einer zeitlichen Verschiebung der ersten
Kurve. Der Abstand der Kurvenendpunkte in
-Richtung ist damit genauso groß
wie der Abstand der Anfangspunkte der Kurven. Die zeitliche Differenz zwischen
zwei Wellenbergen und damit die Frequenz des Lichts ist somit bei Sender und
Empfänger gleich groß. Damit kann es keine Rotverschiebung geben
[20, S. 85-86].
Das Gedankenexperiment zeigt, dass zumindest die Definition des zeitlichen
Abstandes in der SRT bei der Wirkung von Gravitation fraglich ist. Denn der
Fehler in unserem Gedankenexperiment kann nur daran liegen, dass die zeitliche
Differenz beim Empfänger anders zu berechnen ist als beim Absender
[20, S. 86]. Damit ist aber auch die Geometrie des Raumes an beiden
Orten verschieden, da die Zeitmessung in der Raumzeit der Längenmessung in
gewöhnlichen Räumen entspricht. Der flache Raum der SRT entspricht also bei
Anwesenheit von gravitativen Wirkungen nicht der Realität, da die
Rotverschiebung mittlerweile auch experimentell nachgewiesen wurde
[20, S. 84].
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