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Um später die Symmetrie von Mannigfaltigkeiten ausnutzen zu können, benötigen
wir der Killing'schen Vektorfelder. Hierzu müssen wir uns ein wenig mit
Abbildungen zwischen Mannigfaltigkeiten beschäftigen. Eine detaillierte
Darstellung findet man z. B. in [23, S. 437-444]; hier genügen
daraus die grundlegendsten Definitionen. Beginnen wir mit dem Begriff des
Diffeomorphismus. Er ist die Ausdehnung des Begriffes Homöomorphismus
auf die differenzierbare Struktur von Mannigfaltigkeiten. Wir definieren also
nach [23, S. 14]:
Definition 3.19 (Diffeomorphismus)
Seien

und

Mannigfaltigkeiten. Eine bijektive Abbildung

heißt
Diffeomorphismus, wenn sowohl

als auch

differenzierbar sind.
Zu jedem Diffeomorphismus
gibt es eine Abbildung
, die
Tensoren auf
in Tensoren auf
überführt. Für Genaueres siehe
[23, S. 437-438].
Wir fahren nun fort, indem wir Diffeomorphismen betrachten, die von einem
Parameter abhängen [23, S. 18]:
Definition 3.20 (Einparametrige Gruppe von Diffeomorphismen)
Es sei

eine Mannigfaltigkeit. Eine
einparametrige Gruppe von
Diffeomorphismen ist eine differenzierbare Abbildung

, so dass

für alle

ein Diffeomorphismus ist und für alle

die Gleichung

gilt.
Zu einer einparametrigen Gruppe von Diffeomorphismen können wir ein
generierendes Vektorfeld angeben, indem wir die Kurven betrachten, die
ein fester Punkt
bei Variation des Parameters
von
beschreibt:
Diese Kurve ist die Abbildung
. Ihr Tangentialvektor
an der Stelle
wird als generierendes Vektorfeld der
einparametrigen Gruppe von Diffeomorphismen
bezeichnet.
Wir betrachten nun eine besondere Art dieser Gruppen, die einparametrigen
Isometriegruppen. Dies sind einparametrige Gruppen von Diffeomorphismen, die
die Metrik unverändert lassen, für die also für alle
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ist. Mit Hilfe dieser Isometriegruppen lassen sich leicht Symmetrien in
Metriken ausnutzen: Ist eine Metrik gegeben, die unabhängig von Änderungen in
einem bestimmten Parameter ist, so kann man dazu natürlich eine einparametrige
Isometriegruppe angeben. Generierende Vektorfelder von einparametrigen
Isometriegruppen heißen auch Killing'sche Vektorfelder
[23, S. 441]. Mit Hilfe dieser Vektorfelder kann man auf
Erhaltungsgrößen von Geodäten schließen.
Um diese Erhaltungsgrößen exakt mathematisch zu begründen, ist die Einführung
der Lie-Ableitung nötig. Dies würde hier jedoch zu weit führen. Es wird
hier deshalb nur das Resultat angegeben, das auch ohne die Lie-Ableitung
formuliert werden kann [23, S. 442]:
Satz 3.21 (Erhaltungsgrößen)
Sei

ein Killing'sches Vektorfeld und

eine Geodäte mit
der Tangente

. Der Skalar

ist dann entlang

konstant.
Dieser Satz ist vor allem beim Aufstellen von Bewegungsgleichungen sehr
nützlich, wie wir später in Abschnitt 5.3 sehen werden.
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