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Wellenlösungen
Die Maxwell'sche Formulierung der Elektrodynamik gesteht dem
elektromagnetischen Feld ein Eigenleben zu: Veränderungen der Feldstärke
bewegen sich unabhängig von den Quellen in Form von elektromagnetischer
Strahlung durch den Raum. Der mathematische Grund dafür ist die Existenz von
Wellenlösungen für die Maxwell-Gleichungen. Mit etwas höherem
mathematischen Aufwand kann man auch die Existenz von Wellenlösungen für die
Einstein'schen Feldgleichungen beweisen. Die ART sagt also die Existenz von
so genannten Gravitationswellen voraus [23, S. 78].
Es gibt eine Anzahl von Vorgängen im Kosmos, die laut den Rechnungen der
Astrophysiker Gravitationswellen in einer für die Beobachtung ausreichenden
Stärke aussenden. Dies sind der Kollaps massereicher Sterne (Supernovae),
rotierende Neutronensterne, die Verschmelzung zweier kompakter, sich umeinander
bewegender Objekte (Schwarze Löcher, Neutronensterne) und natürlich der
Urknall [18, S. 20].
Die Detektion von Gravitationswellen stützt sich auf Längenmessungen (siehe
Abschnitt 4.4.2); eine Gravitationswelle ist nämlich nichts anderes als
eine sich fortpflanzende Änderung des metrischen Tensorfelds. Änderungen der
Metrik beeinflussen natürlich per definitionem Längenmessungen. Die
Auswirkungen einer Gravitationswelle auf eine Anordnung von Probekörpern ist in
Abbildung 4.2 dargestellt.
Abbildung 4.2:
Ein Ring aus acht frei
beweglichen Körpern ist einer senkrecht zur Zeichenebene einfallenden
Gravitationswelle ausgesetzt. Dargestellt ist eine ganze Schwingungsperiode.
[18, S. 20]
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