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Lichtablenkung an der Sonne

Die erste konkret nachprüfbare Vorhersage der ART war eine Lichtablenkung an der Sonne. Dies war keine revolutionäre Erkenntnis, jedoch sollte die Ablenkung doppelt so stark sein wie nach der Newton'schen Theorie [2, S. 7]. Der Effekt war prinzipiell nachprüfbar: Sterne mit bekannten Positionen sollten leicht verschoben erscheinen, wenn sie sich in der Nähe der Sonne befanden. Der Nachprüfung stand jedoch die Tatsache im Weg, dass die Sonne viel zu hell schien und damit durch unsere Atmosphäre gar keine Sterne beobachtet werden konnten. Eine Verifikation der Vorhersage war also nur bei einer totalen Sonnenfinsternis möglich. Zum ersten Mal wurde eine entsprechende Messung am 29. März 1919 in zwei von Eddington und Dyson organisierten Expeditionen durchgeführt. Das Ergebnis sprach eindeutig für Einstein, dem das physikalische Kolloquium in Zürich, dem auch Debye und Weyl angehörten, ein kleines Gedicht widmete [20, S. 180]:
Alle Zweifel sind entschwunden,
Endlich ist es nun gefunden:
Das Licht, das läuft natürlich krumm
Zu Einsteins allergrösstem Ruhm!



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