Die Bewegung ist vielmehr auf einen quantenmechanischen Effekt zurückzuführen: Das Pauli-Prinzip verbietet zwei Fermionen, denselben Ort und denselben Impuls zu besitzen. Die Materie in einem Stern besteht zum Großteil aus Fermionen, da alle Protonen, Neutronen und Elektronen Fermionen sind. Da jedoch durch die große Gravitation der Ort dieser Materie sehr begrenzt ist, zwingt das Pauli-Prinzip vielen Teilchen einen sehr hohen Impuls auf. Der so entstehende Entartungsdruck verhindert den Gravitationskollaps bei einem Weißen Zwerg [2, S. 31-32].
Der Entartungsdruck entsteht vor allem durch die beteiligten Elektronen; die Protonen und Neutronen fallen nicht so sehr ins Gewicht [9, S. 303].
Doch auch der Entartungsdruck kann den Gravitationskollaps nicht immer
aufhalten. So fand der indische Theoretiker Subrahmanyan Chandrasekhar
(1910-1995) 1930 eine obere
Grenze von
Sonnenmassen für die Masse eines Weißen Zwergs
[2, S. 32-33].