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Ist ein Stern schwerer als
Sonnenmassen, so kann der Entartungsdruck
der Elektronen den weiteren Kollaps nicht aufhalten. Die Elektronen
verschmelzen dann nämlich mit den Protonen zu Neutronen unter Aussendung eines
Elektronenneutrinos [9, S. 304]:
Erst wenn nahezu alle Elektronen und Protonen zu Neutronen geworden sind, ist
wieder ein Gleichgewicht möglich. Auch hier ist es wieder der Entartungsdruck,
der die Gravitation ausgleicht; dieses Mal wird er jedoch von den Neutronen
hervorgerufen. Den entstehenden stabilen Himmelskörper nennt man deshalb auch
Neutronenstern. Eine obere Massengrenze für Neutronensterne ist nicht so
einfach zu bestimmen wie für Weiße Zwerge, da bei den Neutronensternen die
Kernkräfte eine große Rolle spielen, deren Verhalten bei den auftretenden
enormen Dichten noch nicht vollständig erforscht ist. Theoretische Überlegungen
können jedoch mit ziemlicher Sicherheit Neutronensterne mit mehr als 3
Sonnenmassen ausschließen [2, S. 47].
Der erste Neutronenstern wurde im Jahr 1968 von der amerikanischen Doktorandin
Jocelyn Bell und ihrem Doktorvater Anthony Hewish entdeckt. Das entdeckte
Himmelsobjekt war ein Radiopulsar mit der erstaunlich kurzen Periodendauer von
Sekunden. Um dieses kurze Intervall zu erklären, musste das beobachtete
Objekt sehr kompakt sein. Die plausibelste Erklärung ist, dass es sich um einen
rotierenden Neutronenstern handelt.
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