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Schwarze Löcher

Ist der Gravitationskollaps nicht mehr aufzuhalten, wird also die Gravitationskraft die stärkste der beteiligten Kräfte, so kollabiert die Masse zu einem Schwarzen Loch. Die charakteristische Eigenschaft eines Schwarzen Lochs ist sein Ereignishorizont. Dies ist eine das Schwarze Loch umgebende Grenze, die von Materie und Licht nur in einer Richtung, nämlich von außen nach innen, überquert werden kann; etwas, das einmal ins Schwarze Loch gefallen ist, kann nie wieder entkommen.

Die Vorstellung von Schwarzen Löchern ist nicht neu: Schon 1799 diskutierte Pierre Simon Laplace (1749-1827) die Frage, ob die Gravitationskraft eines Körpers so stark sein könnte, dass sie Licht am Entkommen hindern könnte [9, S. 365-368]. Die Rechnungen von Laplace sind mit heutigen Vorstellungen von Licht und Gravitation natürlich nicht mehr vereinbar, zeigen jedoch klar, dass die Vorstellung von Schwarzen Löchern nicht erst durch die Einstein'sche Theorie aufkam.

Schwarze Löcher können natürlich nicht direkt nachgewiesen werden; meist liefert jedoch die von ins Schwarze Loch fallenden Körpern ausgesandte Strahlung Anhaltspunkte für die Existenz des Schwarzen Loches. So gilt mittlerweile als erwiesen, dass Schwarze Löcher im Zentrum von vielen Galaxien auftreten (siehe Abbildung 5.2).

Abbildung 5.2: Das Zentralgebiet der Andromeda-Galaxie (M31) im sichtbaren Licht, aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop. Die Sterne umkreisen ein zentrales Schwarzes Loch mit einer Masse von etwa 30 Millionen Sonnenmassen [2, S. 198].

\begin{displaymath}\includegraphics[width=8cm]{scans/androm}\end{displaymath}




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