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Objektorientierte Programmierung und Klassen

Die meisten modernen Programmiersprachen enthalten objektorientierte Strukturen. So auch die verwendete Programmiersprache C++, die eine Erweiterung der Sprache C ist.

Es soll hier nicht im Detail auf die objektorientierte Programmierung eingegangen werden, lediglich die Grundzüge der Klassen sollen hier ein wenig beleuchtet werden.

Eine Klasse ist praktisch ein benutzerdefinierter Datentyp. Variablen eines solchen Datentyps werden auch als Objekte bezeichnet. In der Definition einer Klasse legt der Programmierer nicht nur die interne Repräsentation seines Datentyps fest, sondern auch eine Schnittstelle für den Zugriff darauf. Die Idee ist, dass jemand, der die Klasse verwendet, möglichst nicht mit den vielleicht sehr komplizierten Details der Klasse konfrontiert wird.

Hier ein Beispiel: Für bestimmte Berechnungen (z. B. in der Kryptographie) ist der Bereich einer normalen 32-Bit-Ganzzahl nicht ausreichend. Ein Programmierer möchte nun ganze Zahlen beliebiger Größe verwenden können. Wenn dafür bereits eine gut programmierte Klasse vorhanden ist, so kann er solche Zahlen genauso einsetzen, wie er es von den Standard-Ganzzahlen gewohnt ist. Er braucht sich z. B. nicht darum kümmern, wie eine Addition ausgeführt wird; er muss lediglich eine Funktion (auch Methode genannt) der Klasse aufrufen, die die Addition zweier Zahlen durchführt.

Durch die Klassen ist also sowohl eine Abstraktion als auch eine bessere strukturelle Gliederung eines Programms zu realisieren.




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