ist die Trägermenge der Gruppe,
die Gruppenoperation.
Ist die Gruppenoperation kommutativ, so spricht man
von einer kommutativen oder Abelschen Gruppe.
Ist aus dem Zusammenhang klar, was die Gruppenoperation und das
neutrale Element sind, so erspart man sich auch das Anschreiben von
und bezeichnet oft kurz
selbst als Gruppe.
Auch werden wir für verschiedene Gruppen
und
die Gruppenoperationen und neutralen Elemente nicht
immer unterschiedlich bezeichnen, sondern zur Vereinfachung
manchmal bloß
und
schreiben.
Beispiele für Gruppen sind die ganzen Zahlen mit der Addition,
,
oder etwa die rationalen Zahlen ohne Null mit der Multiplikation,
.
Weiter wird für jede nichtleere Menge
die Menge
aller bijektiven
Selbstabbildungen mit der Abbildungskomposition zu einer Gruppe
.
heißt die symmetrische Gruppe auf
, ihre Elemente
heißen Permutationen von
.
Ist
, so schreibt man auch
oder
statt
.
Für
besteht
aus den beiden Permutationen
und
.
Für einen Vektorraum
wird die Menge
aller bijektiven linearen Abbildungen
von V mit der Abbildungskomposition zu einer
Gruppe
, der
allgemeinen linearen Gruppe von
.
Stimmen die Gruppenoperationen auf
überein, so sind notwendigerweise
auch die neutralen Elemente gleich.
Es gilt nämlich
.
Eine nichtleere Teilmenge
ist
übrigens mit der eingeschränkten
Gruppenoperation genau dann eine Untergruppe, wenn
(Untergruppenkriterium).
Jede Gruppe
hat die trivialen Untergruppen
und
. Weiter liefern beliebige Durchschnitte von Familien von Untergruppen
einer Gruppe
wieder Untergruppen von
.
Für zwei Teilmengen
schreibt man
, insbesondere für
auch
und
.
Sind
eine Untergruppe und
, so heißt
eine Linksnebenklasse von
nach
und
eine Rechtsnebenklasse von
nach
.
In diesem Fall ist
eine Klasseneinteilung
(eine Partition) von
,
genannt Linksnebenklassenzerlegung von
nach
. Analog
ist
die Rechtsnebenklassenzerlegung von
nach
.
Als Beispiel betrachten wir
,
mit
als Untergruppe.
Ist
gerade, so besteht
aus allen geraden ganzen Zahlen.
Ist
ungerade,
so ist
die Menge aller ungeraden ganzen Zahlen.
In beiden Fällen gilt
, weil die Addition ganzer
Zahlen kommutativ ist.
Die Nebenklassenzerlegungen stimmen somit überein und haben
die beiden Mengen der geraden und der ungeraden ganzen Zahlen
als Elemente.
Das sind genau die Restklassen ganzer Zahlen modulo 2.
Für allgemeines
bildet man analog
und die Nebenklassenzerlegungen.
Diese enthalten genau die Restklassen ganzer Zahlen modulo n.
Üblich sind Bezeichnungen mit Überstreichen für die Restklassen:
für
.
Für
ist
die Anzahl verschiedener Linksnebenklassen gleich
der Anzahl verschiedener Rechtsnebenklassen und heißt der
Index von
in
, in Zeichen
.
Leicht zu zeigen ist nun der folgende Satz von Lagrange:
Der Satz von Lagrange gilt auch für unendliche Gruppen.