Für einen Vektorraum
ist
eine Untergruppe von
.
Untergruppen von
sind besonders wichtig.
Lineare Abbildungen endlichdimensionaler Vektorräume lassen
sich ja durch Matrizen koordinatisieren.
Man
kann nun versuchen, Elemente einer Gruppe durch
solche Matrizen darzustellen (genauer: durch eine
Abbildung zuzuordnen), und die Gruppenoperation
durch die Matrizenmultiplikation zu beschreiben.
Das führt dann auf die sogenannte
Darstellungstheorie, in diesem Fall auf eine Darstellung
einer Gruppe durch eine Matrizengruppe.
Etliche Untergruppen der
oder
haben
einen eigenen Namen (Drehgruppe, Galilei-Gruppe, Lorentz-Gruppe, ...)
und spielen in der Physik eine wesentliche Rolle.
Sie können auch abstrakt formuliert und mit einer
Darstellung veranschaulicht werden.
Wir werden sie später genauer studieren.
Die Forderung, daß die Gruppenoperationen zweier Gruppen sich mit einer Abbildung vertragen, führt auf den folgenden Begriff:
Die Komposition zweier Gruppenhomomorphismen liefert wieder einen Gruppenhomomorphismus. Das Bild eines Gruppenhomomorphismus ist eine Untergruppe.
Ein injektiver Gruppenhomomorphismus heißt ein Gruppen-Monomorphismus, ein surjektiver ein Gruppen-Epimorphismus und ein bijektiver ein Gruppen-Isomorphismus.
Gruppen bilden die Objekte einer Kategorie, die Kategorie Grp der Gruppen, mit den Gruppenhomomorphismen als Morphismen.
Der Kern von
ist das vollständige Urbild des neutralen
Elements und ist eine Untergruppe von
.
Ein Gruppenhomomorphismus ist genau dann injektiv, wenn sein
Kern nur das neutrale Element enthält.
Der Kern eines Gruppenhomomorphismus
dient unter anderem dazu,
Eigenschaften von
und ganz besonders des Bildes
zu verstehen.
Wir werden gleich
sehen, daß mit Hilfe der Kerne sogar eine Klassifikation aller Bilder
einer Gruppe unter Gruppenhomomorphismen bis auf Isomorphie möglich ist.