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Die Übergänge zwischen zwei Energienieaus E1 und E2 sind in
Wirklichkeit nicht streng monochromatische Spektrallinien mit der
Resonanzfrequenz
,
sondern erscheinen mit einer
endlichen Linienverbreiterung. Diese wird im allgemeinen durch eine
Linienformfunktion g
beschrieben.
Man unterscheidet:
- Natürliche Linienverbreiterung
Die klassische Strahlungsdämpfung ist gekennzeichnet durch die
natürliche Linienverbreiterung
und die entsprechende
Zerfallszeit
der spontanen Emission. Die klassische
Berechnung ergibt
Quantenmechanisch betrachtet entspricht die Strahlungsdämpfung
einer Störung des Atoms durch die Nullpunkts-Schwankungen des
elektromagnetischen Feldes, welche im Vakuum immer vorhanden ist.
- Verbreiterung durch strahlungsfreie Übergänge
- Druckverbreiterung
- Doppler-Verbreiterung
Der Doppler-Effekt bewirkt, daß ein Beobachter nicht die von einem
relativ zu ihm bewegten Atom ausgestrahlte Frequenz
mißt,
sondern eine andere Frequenz
,
die von der Relativbewegung
abhängt. Bewegt sich das Atom mit der nicht-relativistischen
Geschwindigkeit in Richtung des Beobachters, so gilt:
Daraus folgt:
In einem Gas mit der absoluten
Temperatur T haben die Atome mit der Masse m eine
Maxwell-Geschwindigkeitsverteilung:
Dabei ist
.
P(v) ist die
Wahrscheinlichkeit dafür, daß ein Atom mit der Masse m eine
Geschwindigkeit aufweist, welche zwischen v und v + dv liegt.
Da v und
eindeutig miteinander verknüpft sind, bestimmt
P(v) auch die Wahrscheinlichkeit g(
)
dafür, daß ein Atom eine
Strahlung emittiert oder absorbiert, welche für den Beobachter eine
Frequenz zwischen
und
aufweist.
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Hendrik van Hees
1998-11-19