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Ein Spiegel-Resonator besteht aus zwei auf der optischen Achse
liegenden Spiegeln S1 und S2. Die Spiegel weisen einen Abstand L
auf und haben die Krümmungsradien R1 und R2. Ein
Spiegel-Resonator heißt optisch stabil, wenn ein paraxialer
Lichtstrahl im Resonator auch nach beliebig vielen Reflexionen an den
Spiegeln nicht verläßt. Zur Beurteilung der Stabilität eines
Spiegel-Resonators, betrachte man den Verlauf eines Lichtstrahls, der
einen vollständigen Umgang im Resonator macht. Der Vorgang in
Matrixschreibweise:
Für
die Beschreibung dieser Transformation und der Stabilitätskriterien
eignen sich die Resonatorparameter gi:
Daraus folgt für
die Resonatormatrix MR:
Die Moden des Spiegel-Resonators
erhält man aus der Eigenwert-Bedingung:
oder
Die Eigenwerte
der Resonatormatrix MR lassen sich durch
Nullsetzen der Determinante der Matrix bestimmen:
Man erhält die Lösungen:
Die
Eigenvektoren
und
sind definiert durch die
Bedingungen:
Die beiden
Eigenvektoren
und
bilden eine Basis, das
bedeutet daß ein beliebiger Strahlvektor
als
Linearkombination dieser beiden Vektoren dargestellt werden kann:
Die Fortpflanzung der
Lichtstrahlen im Spiegel-Resonator werden also im wesentlichen
bestimmt durch die Eigenwerte
.
Wenn kein Strahl den
Resonator verläßt, ist er stabil, dies ist erfüllt für
Daraus ergibt sich das Stabilitätskriterium:
- optisch stabil:
0<g1g2<1
- optisch instabil: g1g2<0 oder g1g2 >1
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Hendrik van Hees
1998-11-19