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Nachdem gezeigt wurde, wie elektromagnetische Strahlung mit dem
Lasermedium wechselwirkt, soll nun gezeigt werden unter welchen
Bedingungen es zur Strahlungsverstärkung kommt. Bei einem Laser
entscheidet die Photonenrate, ob ein einfallendes Strahlungsfeld
verstärkt wird oder nicht. Die Photonenrate setzt sich aus den pro
Zeiteinheit durch spontane und induzierte Emission gewonnenen Photonen
sowie aus den pro Zeiteinheit durch induzierte Absorption verlorenen
Photonen zusammen:
mit
g1B12=g2 B21
folgt:
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(1) |
Im thermodynamischen Gleichgewicht ist die Besetzung der
Energieniveaus der Atome durch die Boltzmann-Verteilung bestimmt.
Damit lautet Gleichung (1):
 |
(2) |
Das bedeutet, daß ein beliebiges Strahlungsfeld abgeschwächt wird.
Bei der Besetzung der Niveaus im Gleichgewicht findet also Absorption
statt. Wenn man annimmt, daß das einfallende Strahlungsfeld eine
Schwarzkörperstrahlung ist, gilt das Planck' sche Strahlungsgesetz.
Setzt man dieses und die Beziehung zwischen den Einsteinkoeffizienten
der spontanen und der induzierten Emission in Gleichung (2) so folgt:
die Zahl der Photonen bleibt konstant. Die Energien hängen von
der Hauptquantenzahl n ab. Zu jedem Wert von n können die
Quantenzahlen l und m durch den Bereich:
laufen, daher gibt es zu jedem Wert von n
Kombinationen der Quantenzahl, die zur
gleichen Energie führen. Es gibt also n2 verschiedene
Eigenfunktionen die zu gleichen Eigenwerten des Hamiltonoperators
gehören. Tritt ein solcher Fall ein, nennt man das System
entartet Strahlungsverstärkung zu erreichen, muß erreicht werden,
daß ñ zunimmt, also:
damit dies erfüllt wird muß
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(3) |
gelten. Dies ist die erste Laserbedingung
Um die zweite Laserbedingung abzuleiten, untersucht man zunächst das
Verhältnis zwischen induzierter und spontaner Emission. Mit Hilfe von
dWsp21=A21dt
und
läßt sich das Verhältnis der
Wahrscheinlichkeiten von induzierter zu spontaner Emission bilden:
 |
(4) |
Das Verhältnis der Übergangsraten ist also gleich der Anzahl n
Photonen pro Zeit. Bei hochfrequenten Prozessen (
)
gilt:
Es überwiegt die spontane Emission - je höher die Frequenz
ist, desto schwieriger wird es stimulierte Emission zu erreichen.
Daher ist es so schwer, Laser zu entwickeln, die Röntgenstrahlung
emittieren. Die spontane Emission hat keine Beziehung zur
einfallenden Strahlung. Sie überlagert sich der induzierten Emission
als inkohärentes Rauschen. Es muß also dafür gesorgt werden, daß
die kohärente stimulierte Emission die inkohärente spontane Emission
überwiegt. Mit Gleichung (4) heißt das:
Als zweite Laserbedingung hat man also Rückkopplung und die
Auswahl eines möglichst schmalen Frequenzbandes zu berücksichtigen.
Erst dann wird, zumindest in einer Mode, eine effektive Verstärkung
durch induzierte Emission möglich.
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Hendrik van Hees
1998-11-19