Der He-Ne Laser war der erste kontinuierlich arbeitende Laser. Einer
der Gründe dafür war, daß das He-Ne Energieschema durch
spektroskopische Untersuchungen gut bekannt war. Im Bild 1.4.1 sind
nur die Niveaus eingezeichnet die für die Anregungs - und
Laserprozesse bei der Wellenlänge von 632 nm von Bedeutung sind. Die
Zustände 21S1 und 21S0 des Heliums sind metastabil, optische
Übergänge in den Grundzustand sind also nicht möglich. Die s
Zustände des Heliums werden durch Elektronenstöße erreicht. Der
21S0 Zustand liegt etwas unter dem Niveau des 3s Neonniveau, die
thermische Energie reicht allerdings aus. um die Lücke zu
überwinden. Neben den Elektronenstößen gibt es noch die Atomstoße:
Ein angeregtes Heliumatom gelangt in den Grundzustand, weil es seine
Energie zur Anregung eines Neonatoms abgibt. Beide Prozesse bilden die
Grundlage für die Erzeugung der Besetzungsinversion im Ne-System.
Die Lebensdauer der s Zustände des Neons ist etwa 10 mal höher als
die der p Zustände. Das 2s Niveau entleert sich durch spontane
Emission in den 1s Zustand. Da der optische Übergang in den tieferen
Zustand ``verboten'' ist, erfolgt die Abregung der Neonatome durch
Stöße mit der Kapillarwand. Neon besitzt eine Vielezahl derartiger
Übergänge, optische Übergänge erfolgen allerdings nur von dem
3s
2pi. Übergänge im Infrarotbereich erfolgen von
2s
2pi.