Nächste Seite: Der kanonische Formalismus für
Aufwärts: Magnetische Monopole Seminarvortrag, TH-Darmstadt
Vorherige Seite: Das Noethertheorem
Die quellenfreien Maxwellgleichungen
 |
(89) |
weisen neben der aus der Struktur von Raum und Zeit gegebenen
Symmetrie gegenüber der Poincarégruppe und der
Eichinvarianzsymmetrie noch eine dynamische Symmetrie auf. Diese
läßt sich finden, wenn man die folgende Transformation
 |
(90) |
mit Konstanten
,
,
und
bildet und
zunächst Forminvarianz der freien Maxwellgleichungen gegenüber
diesen Transformationen fordert. Dazu setzen wir (90) in
(89) ein:
 |
(91) |
 |
(92) |
Damit auch die Energiedichte
und die Energieströmung
(Poyntingvektor)
 |
(93) |
invariant bleiben, muß
 |
(94) |
gelten. Die gewonnene Transformation läßt sich in der folgenden
Matrizenschreibweise übersichtlich darstellen:
 |
|
|
(95) |
Diese Transformationen heißen duale Transformationen.
Die Maxwellgleichungen mit Quellen, also Strömen und Ladungen, sind
nicht invariant unter dualen Transformationen. Das erkennt man sofort,
wenn man annimmt, es gelten die Maxwellgleichungen (1) für die
gestrichenen Feldgrößen, und die duale Transformation (95)
anwendet. Die inhomogenen Gleichungen im ungestrichenen Feldsystem
lauten dann nämlich
 |
(96) |
d.h. wir haben eine i.A. nicht verschwindende Quelldichte magnetischer
Ladungen im Widerspruch zu den Forderungen der Maxwellgleichungen
erhalten. Analog folgt die Existenz eines Stromes bestehend aus
magnetischen Ladungen wenn man die übrigen Maxwellgleichungen
beachtet. Zusammen ergibt sich genau wie bei Ladungen eine
Kontinuitätsgleichung für die magnetischen Ladungen und Ströme
genauso wie für die elektrische Ladung.
Gehen wir nun umgekehrt vor und lassen die Quellenfreiheit des
magnetischen Feldes fallen, so gehen die Felder
und
völlig gleichberechtigt in die entstehenden Maxwellgleichungen ein:
 |
(97) |
Man erkennt auch sofort, daß die Felder und Quellen einem
Dualitätsprinzip gehorchen. Ersetzt man nämlich in der ersten und
dritten der Gleichungen (97)
durch
und
durch
sowie
durch
und
durch
, erhält man die zweite und vierte Gleichung.
Ein Blick auf (96) zeigt, daß die neuen Maxwellgleichungen
(97) immer dann auf die alten Maxwellgleichungen dual
transformiert werden können, wenn die magnetische und elektrische
Ladung immer in einem materialunabhängigen Verhältnis in der Natur
vorkommt. Dann wären die alten Maxwellgleichung lediglich Konvention
und die Felder
und
gemäß den dualen
Transformationen völlig gleichberechtigt.
Wir ziehen nun zunächst einige einfache Konsequenzen aus der Annahme
der Existenz magnetischer Monopole bzw. Ladungsverteilungen. Wir haben
oben gesehen, daß die Maxwellgleichungen gegenüber der vollen
Lorentzgruppe O(1,3) invariant sind, d.h. die Elektrodynamik manifest
kovariant (also im Sinne des Tensorkalküls) im Raum mit der Signatur
(1,3) formulierbar ist (Minkowskiraum). Die Gruppe O(1,3) kann in
folgende vier Bestandteile zerlegt werden:
Die SO(1,3) ist die Untergruppe der O(1,3) mit der Determinante +1.
Diese enthält die Untergruppe SO(1;3)
, die eigentlich
orthochrone Lorentzgruppe, die die Zusammenhangskomponente mit der
Identität darstellt. Sie bedeutet physikalisch den Wechsel des
Bezugssystems von einem Inertialsystem in ein anderes und wird durch
die räumlichen Drehungen und die ,,Lorentzboosts`` erzeugt
(6-parametrige Gruppe). Sie läßt dabei die Zeitrichtung invariant
(d.h. der Zeitbasisvektor bleibt im Vorwärtslichtkegel). Die zu
dieser Zusammenhangskomponente mit der Identität gehörige
Nebenklasse, die SO(1;3)
enthält die eigentlich
antichronen Lorentztransformationen und ist die
Zusammenhangskomponente mit der totalen Inversion, d.h. der
gleichzeitigen Zeitumkehr und Rauminversion.
Auch die Nebenklasse zur vollen SO(1,3), also die Menge
O(1;3)/SO(1,3) zerfällt ihrerseits wieder in zwei
Teile, nämlich die uneigentlich orthochronen (enthält die reine
Rauminversion) und die uneigentlich antichronen
Lorentztransformationen.
Die diskreten Symmetrien sind für die klassische Theorie relativ
uninteressant, werden aber in der Quantentheorie äußerst wichtig
(Parität, PCT-Theorem). Wie wir eben gesehen haben, genügt die
Untersuchung der Zeitumkehrtransformation T und der Rauminversion P
(für Paritätsoperator). Alle anderen nicht mit der Identität
zusammenhängenden Transformationen lassen sich nach der obigen
Betrachtung aus der SO(1;3) und T und P zusammensetzen. Für das
Transformationsverhalten einiger Größen kann man die folgende
Tabelle erstellen:
| Größe |
Zeitumkehr |
Rauminv. |
Begründung |
| t |
-1 |
+1 |
Definition |
|
+1 |
-1 |
Definition |
|
-1 |
-1 |
|
|
+1 |
-1 |
;
: Skalar |
|
+1 |
-1 |
Lorentzkraft: |
|
-1 |
+1 |
|
|
+1 |
+1 |
ist skalar |
|
-1 |
+1 |
ist pseudoskalar |
|
-1 |
-1 |
Maxwellgleichungen (97) |
|
+1 |
+1 |
und obige Beziehungen |
Das bedeutet aber, daß bei der Annahme der Existenz von Materie, die
elektrische und magnetische Ladungsverteilung enthält, die Symmetrie
unter Zeitumkehr und Rauminversion nicht mehr gegeben ist, d.h. diese
Symmetriebrechungen treten bereits in der klassischen Theorie auf.
Es sollen nun die Möglichkeiten der Entwicklung einer klassischen
dynamischen Theorie punktförmiger Monopole untersucht werden. Dazu
kehren wir zum manifest kovarianten Viererformalismus zurück.
Betrachtet man die eben postulierten modifizierten Maxwellgleichungen
(97), so sieht man, daß die Monopole die
Integrabilitätsbedingungen (25) verletzen. Die modifizierten
Maxwellgleichungen müssen nämlich im Viererformalismus offenbar wie
folgt geschrieben werden:
mit  |
(98) |
Wir nehmen dabei an, daß die Viererströme
und
durch Punktquellen erzeugt werden, d.h. gemäß (73):
![$\displaystyle J^{a} (\uvec{x} )=e\int_{R} {\frac{dy^{a} }{d\tau }} \delta^{(4)}...
...t_{R} {\frac{dz^{a} }{d\tau }} \delta^{(4)} [\uvec{x} -\uvec{z} (\tau )] d\tau.$](img185.png) |
(99) |
Das bedeutet nun aber, daß die Integrabilitätsbedingungen nur auf
den Weltlinien der magnetischen Monopole verletzt sind, d.h. man kann
vermuten, daß es möglich ist, ein singuläres Vektorpotential
zu konstruieren, das den Pol beschreibt. Wir denken uns
dazu zunächst einen im Ursprung eines Koordinatensystems ruhenden
magnetischen Monopol, d.h. es gilt (wir kehren kurz zum
Dreierformalismus zurück):
 |
(100) |
Wendet man darauf den Gaußschen Satz an, so folgt wie in der Elektrostatik
 |
(101) |
Dabei soll mit
die Kugel mit dem Radius
um den
Ursprung bezeichnet werden. Andererseits gilt aber außer im Ursprung
.
kann nun aber nicht regulär sein,
d.h. es muß auf jeder Kugelfläche, die den Pol in ihrem Inneren
enthält, eine Singularität vorliegen, durch deren Existenz
(101) gesichert ist, d.h. ausgehend vom Pol muß es eine sich
ins Unendliche erstreckende Linie geben, längs der
singulär
wird. Diese Linie ist der sog. String.
Abbildung:
Zur Beschreibung des singulären Vektorpotentials des
magnetischen Monopols mittels eines ,,Strings``.
|
|
Denken wir uns nun den Monopol längs irgendeiner Weltlinie im
Minkowskiraum bewegt, erkennen wir, daß zu jedem Zeitpunkt ein
solcher sich halbseitig ins Unendliche erstreckender String gegeben
sein muß, der die Flußbedingung (101) sichert. Insgesamt
entsteht ein sich halbseitig ins Unendliche erstreckendes
zweidimensionales Blatt (sheet) im Minkowskiraum. Dieses Blatt wird
nun wie folgt parametrisiert:
 |
(102) |
wobei
und
die Flächenparameter sind, die wie folgt
gewählt seien:
soll gerade die Weltlinie des Pols und
damit der einzige im Endlichen gelegene Rand des Blattes sein.
ist ein skalarer Zeitparameter mit Wertebereich
, für
gerade die Eigenzeit
des Pols.
parametrisiert für festgehaltenes
den zu diesem
Zeitpunkt gehörigen String.
Abbildung:
Beschreibung eines magnetischen Monopols durch ein Blatt im
dreidimensionalen Minkowskiraum. Die zeitartige Weltlinie des
Strings ist durch
gegeben. Aus jedem Punkt der Weltlinie
entspringt ein raumartiger String. Diese Strings bilden das Blatt.
In der physikalischen Raumzeit ist das Blatt eine dreidimensionale
Hyperfläche. Die Erklärung der Parametrisierung des Blattes findet
sich im Text.
|
|
Wir bemerken, daß die Strings und damit auch das Blatt ein
Rechenhilfsmittel darstellen und physikalisch unbeobachtbar sind. Man
darf sich den String als Kette von Dipolen vorstellen, die nicht real
existieren. Das heißt aber, daß bei einer konsistenten Beschreibung
keine Ladung diesen String durchlaufen darf, weil ja sonst die Wirkung
desselben auf die Ladung beobachtbar wäre. Das führt in dieser
Theorie zum sog. Dirac-Veto und wird weiter unten noch streng
mathematisch zu fordern sein. Andererseits ist die Wahl des Strings
frei (verschiedene Strings führen zu Vektorpotentialen, die sich
höchstens durch Eichtransformationen voneinander unterscheiden).
Für den Feldsechservektor der durch die Pole modifizierten Theorie
schreiben wir:
 |
(103) |
Der Sechservektor
verschwindet überall außer auf dem
Blatt. Setzt man diesen Ansatz in (98) ein, so findet man nach
(99)
![$\displaystyle \partial_{b} G^{ab} = g\int_{R} {\frac{dz^{a} }{d\tau }} \delta^{...
... (\tau_{0} ;\tau_{1} =0)]{\frac{\partial y^{a} }{\partial\tau_{0} }} d\tau_{0}.$](img199.png) |
(104) |
Dabei haben wir im letzten Schritt beachtet, daß die Weltlinie des Pols der
Rand des Blattes ist. Wir können also (104) als Wegintegral schreiben:
![$\displaystyle \partial_{b} G^{ab} =g\int_{\partial S} \delta^{(4)} [\uvec{x} -\...
...} }} d\tau_{0} +{\frac{\partial y^{a} }{\partial\tau_{1} }} d\tau_{1} \right ].$](img200.png) |
(105) |
Nach dem Stokesschen Satz für die Ebene gilt:
Dabei haben wir die Kettenregel angewandt und statt nach
nach
differenziert, d.h. man erhält eine Lösung für G zu
![$\displaystyle G^{ab} (\uvec{x} ) = g\int_{S} \left [{\frac{\partial y^{a} }{\pa...
...t ]\delta^{(4)} [\uvec{x} -\uvec{y} (\tau_{0} ;\tau_{1} )] d\tau_{0} d\tau_{1}.$](img206.png) |
(109) |
Wir haben oben die retardierte Greenfunktion
(83) für die Wellengleichung
hergeleitet. Wir wollen nun auch das oben angesetzte Feld
im Fall der Existenz von Polen berechnen. Gemäß
(103) muß gelten:
 |
(110) |
Falls nun keine elektrischen Ladungen vorhanden sind, gilt
 |
(111) |
Das ist eine Integrabilitätsbedingung für
, d.h.
es existiert, ein Vektorpotential
für
. Analog zum Liénard-Wiechert-Potential (88)
gilt:
 |
(112) |
Setzen wir das in (110) ein, so erhalten wir unter Verwendung
von (109)
![$\displaystyle \epsilon_{abcd} \partial^{a} A^{b} ={\frac{4\pi g}{c}}\int_{R} \l...
... -\partial_{d} G(\uvec{x} -\uvec{z} ){\frac{dz_{c}
}{d\tau }} \right ] d\tau +$](img213.png) |
|
|
(113) |
![$\displaystyle +{\frac{4\pi g}{c}}\int_{S} \left [{\frac{\partial y_{c}
}{\part...
...tial\tau_{0} }} \right ]\delta^{(4)} (\uvec{x}
-\uvec{y} ) d\tau_{1} d\tau_{0}.$](img214.png) |
|
|
(114) |
Benutzen wir wieder den Stokesschen Satz, ergibt sich
Dabei soll
derselbe Ausdruck mit vertauschten Indizes
und
sein. Differenziert man nun statt nach
nach
und formt den
Integranden um, findet man schließlich nach nochmaligem Vertauschen
der Ableitungen
![$\displaystyle \epsilon_{abcd} \partial^{a} A^{b} ={\frac{4\pi g}{c}}\int_{S}
{\...
...ta_{d}^{m}
\delta_{l}^{n} +\delta_{l}^{k} \delta_{c}^{m} \delta_{d}^{n} -(cd)]=$](img220.png) |
|
|
(116) |
 |
|
|
(117) |
Ein Vergleich mit dem obigen Ansatz ergibt die Darstellung
 |
(118) |
Da die Feldgleichungen linear sind, gilt das Superpositionsprinzip,
so daß man die Beiträge der elektrischen Ladungen (gegeben durch die
Liénard-Wiechert-Potentiale) oder weiterer Pole addieren kann.
Damit ist gezeigt, daß die Dynamik der Felder, Ladungen und Pole eine
in sich konsistente Theorie bilden, die mit der Forderung nach
Lorentzinvarianz verträglich ist.
Als nächsten Schritt haben wir den Lagrangeformalismus der Felder,
Ladungen und Pole zu entwickeln. In Abschnitt 1 haben wir das
Hamiltonsche Prinzip für Felder entwickelt. Die Ladungen lassen sich
in diesen Formalismus einbringen, wenn man die durch sie erzeugten
Ströme durch (73) ausdrückt und die Wirkung für das freie
Teilchen addiert. Die Wirkung des freien Teilchens ist bekanntlich
 |
(119) |
Im folgenden müssen wir zunächst die Stringvariablen
in den Lagrangeformalismus einarbeiten. Analog zur Bewegungsgleichung
(76) für Ladungen, muß sich gemäß dem obigen Dualitätsprinzip
als Bewegungsgleichung für Pole ergeben:
 |
(120) |
Es ist klar, daß sich das allein dadurch erreichen lassen muß, daß
man in (118) das entsprechende Glied für die Pole addiert und
statt der klassischen Felder (103) einsetzt. Nach (34) haben wir
 |
(121) |
als Wirkung des elektromagnetischen Feldes. Da
aber
durch (19) definiert wird, beschreibt diese Wirkung nicht mehr
das freie Maxwellfeld sondern, wie wir im folgenden zeigen müssen,
zusätzlich die Wirkung der Pole. Weiter ist die Wechselwirkung des
elektrischen Viererstroms zu berücksichtigen, die nach (34)
wie folgt in die Gesamtwirkung eingeht.
 |
(122) |
Wir haben nun zu zeigen, daß die Wirkung
die Bewegung
der Pole und Ladungen sowie die Dynamik der Felder richtig beschreibt.
Dazu bilden wir die Variation der Wirkung im Sinne des Hamiltonschen
Prinzips. Dabei werden die Koordinaten der Teilchen und Strings sowie
die Felder variiert. Es gilt
 |
(123) |
Da die Eigenzeit
nicht unabhängig von den Koordinaten ist,
führen wir einen unabhängigen Parameter
für die Weltlinie
ein, führen die Variation aus und kehren dann wieder zur Eigenzeit
als Parameter der Weltlinie zurück:
![$\displaystyle I_1=-c \int_{\R} \sum_{e+g} m \sqrt{\frac{d z^a}{d \lambda} \frac...
...c{d x^b}{d \lambda} \frac{dz_b}{d \lambda}}^{-1} \right ] \delta z^a d \lambda.$](img231.png) |
(124) |
Dabei ist einmal partiell integriert worden. Geht man nun wieder zu
als
Parameter über, findet man
 |
(125) |
Auch der dritte Term ist aus der gewöhnlichen Elektrodynamik bekannt
und seine Variation leicht ausführbar:
![\begin{displaymath}\begin{split}\delta I_{3} &= -\sum_{e} \frac{e}{c} \int_{\R} ...
...+\delta A^{a} \right ] \frac{dz_{a}}{d\tau } d\tau. \end{split}\end{displaymath}](img233.png) |
(126) |
Jetzt ist noch
zu variieren:
 |
(127) |
Wir setzen nun für
den Ausdruck (103) ein:
![$\displaystyle \delta I_{2} =-\int_{R} {\frac{1}{8\pi }} F_{ab} \left [\delta (\...
...^{b} A^{a} ) +{\frac{g}{2 c}} (\delta G{\rm\dag })^{ab} \right ] d^{4} \uvec{x}$](img236.png) |
(128) |
Der zweite Term ist nach (109):
![$\displaystyle \delta I_{22} =-{\frac{g}{2 c}}\int_{\R^{4}} (F{\rm\dag })_{ab}
\...
...[\uvec{x}
-\uvec{y} (\tau_{0} ;\tau_{1} )] d\tau_{0} d\tau_{1} d^{4}
\uvec{x} =$](img237.png) |
|
|
(129) |
![$\displaystyle =-{\frac{g}{c}}\int_{\R^{4}} (F{\rm\dag })_{ab} \delta\int_{S}
{\...
... [\uvec{x} -\uvec{y}
(\tau_{0} ;\tau_{1} )] d\tau_{0} d\tau_{1} d^{4} \uvec{x}.$](img238.png) |
|
|
(130) |
Die Ausführung der Variation des Integrals über das Blatt ergibt
 |
(131) |
Wir setzen dies wieder in den Ausdruck für
ein,
berechnen das Integral über die
-Distribution und vertauschen
im letzten Term die Differentiation nach y mit der nach x:
![$\displaystyle \delta I_{2} = -{\frac{g}{c}}\int_{S} (F{\rm\dag })_{ab} (
\uvec{...
...frac{\partial\delta y^{b}
}{\partial\tau_{1} }} \right ] d\tau_{0} d\tau_{1} +$](img241.png) |
|
|
(132) |
 |
|
|
(133) |
Nach partieller Integration des Terms in der zweiten Zeile erhalten wir
 |
(134) |
Der erste Term ist weiter umzuformen:
 |
(135) |
Die ersten beiden Terme lassen sich wieder nach dem Stokesschen Satz umformen
(wobei wieder beachtet wird, daß der Rand des Blattes S die Weltlinie des
Pols ist):
![$\displaystyle -{\frac{g}{c}} \left \{\int_{\partial S} (F{\rm\dag })_{ab} ( \uv...
... y^{b} }{\partial\tau_{0} }} \right ]\delta y^{a} d\tau_{0} d\tau_{1} \right \}$](img245.png) |
(136) |
Setzen wir die gewonnenen Ergebnisse in die Variation von
ein,
erhalten wir:
 |
|
|
(137) |
![$\displaystyle -\left .\int_{S} {\frac{\partial y^{c} }{\partial\tau_{0}
}}{\fr...
...m\dag })_{bc,a} + (F{\rm\dag
})_{ca,b} \right ] d\tau_{0} d\tau_{1} \right \},$](img247.png) |
|
|
(138) |
wobei wir im letzten Term lediglich einige Umbenennungen in den
Summationsindizes vorgenommen haben.
Die Bewegungs- bzw. Feldgleichungen erhält man nun, indem man die
Koeffizienten vor den unabhängig voneinander zu variierenden
Variablen null setzt:
Für die Ladungskoordinaten folgt dann
 |
(139) |
Das stimmt mit der in Abschnitt 1 gefundenen Bewegungsgleichung für
Ladungen überein. Das ist aber offenbar nur dann die richtige
Bewegungsgleichung, wenn
ist, d.h. wenn die Ladung nie
einen zu einem Pol gehörigen String schneidet. Das ist der oben
versprochene Beweis für das Dirac-Veto.
Für die Polkoordinaten folgt
 |
(140) |
Bzgl. der Stringvariablen erhält man nur eine Bedingung an die Felder, keine
Bewegungsgleichung. Das war zu erwarten, weil der String keine Observable
sein soll. Die Bedingung an die Felder lautet:
 |
(141) |
Das läßt sich durch Dualisieren umschreiben zu
 |
(142) |
Diese Gleichung gilt wiederum nur, wenn keine Ladung einen String schneidet.
Damit ist gezeigt, daß es möglich ist, eine Elektrodynamik, in der
magnetische Monopole mathematisch konsistent mit Hilfe der Strings zu
formulieren.
Nächste Seite: Der kanonische Formalismus für
Aufwärts: Magnetische Monopole Seminarvortrag, TH-Darmstadt
Vorherige Seite: Das Noethertheorem
FAQ Homepage