Wir verzichten im folgenden auf die im Artikel Diracs gegebene vollständige Quantisierung der Teilchen und Felder. Wir beschränken uns vielmehr auf die Quantisierung der Teilchen und behalten das elektromagnetische Feld als klassisches Feld bei. Das ist möglich, weil wir im vorigen Paragraphen gesehen haben, daß die Feldvariablen und die Teilchenvariablen unabhängige dynamische Observable sind. Das Hauptargument für die Einführung der Monopole, nämlich die Quantelung der elektrischen Ladung, läßt sich bereits von diesem Standpunkt aus gewinnen.
Zunächst soll der Übergang vom Lagrange- zum Hamiltonformalismus für Teilchen angegeben werden, der hier benutzt werden soll. Wir verlassen zunächst den manifest kovarianten Formalismus, wie es für die Hamiltonsche Theorie natürlich ist, da in ihr die Zeit ausgezeichnet wird. Die Wirkung schreibt sich dann als Zeitintegral über die Lagrangefunktion:
Die Hamiltonschen kanonischen Bewegungsgleichungen leiten sich wie üblich aus
der Bildung des totalen Differentials von
ab:
Die kanonische Quantisierung wird erfolgt nun dadurch, daß man die so
formulierten Observablen als Erzeugende der ihnen zugeordneten
Transformationsgruppe ansieht und die Darstellungen der zu derselben
gehörigen Liealgebra im Hilbertraum der quantenmechanischen Zustände
betrachtet. Die reellen Observablen werden dabei durch hermitesche
Operatoren repräsentiert. Die mit
multiplizierten Observablen
erzeugen dann unitäre Darstellungen der Transformationsgruppe. Die
Poissonklammerbeziehungen sind als Strukturrelationen der zur Gruppe
gehörigen Liealgebra zu lesen, d.h. in der Hilbertraumdarstellung
durch Kommutatorrelationen der Observablen gegeben. Damit ist der
kanonische Formalismus dadurch gerechtfertigt, daß die die Geometrie
charakterisierenden Transformationsgruppen homomorph in der als
Hilbertraumtheorie formulierten Quantentheorie auftreten und das
quantenmechanische Verhalten bestimmen. Insbesondere die
Zeitentwicklung der Zustände ist durch den Hamiltonoperator gegeben
(Propagatortheorie).
Um diese Überlegungen zur kanonischen Quantisierung auf die Teilchen
und Pole anwenden zu können, haben wir zunächst in der oben
allgemein besprochenen Weise vom Lagrange- zum Hamiltonformalismus
überzugehen. Für die Wirkung der freien Teilchen und Pole und den
Wechselwirkungsterm der Ladungen mit dem Feld können wir unmittelbar
Gl. (145) anwenden, wobei wir das Integral nach der
gewöhnlichen Zeit
(die vom gewählten Bezugssystem abhängt) zu
parametrisieren haben:
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(154) | ||
mit ![]() |
(155) |
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(156) |
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(157) |
Bei der Berechnung von
muß das Verfahren abgewandelt
werden um die relativistische Kovarianz zu sichern (sie tritt nicht
mehr als Tensorformalismus auf!). Der vierdimensionale Bereich, über
den die Lagrangedichte integriert wird, wird mit einer raumartigen
dreidimensionalen Fläche
begrenzt. Eine raumartige Fläche ist
dadurch definiert, daß sie überall eine zeitartige Normale besitzt.
Es werden nun die Stringvariablen variiert. Aus den
Lagrangegleichungen, die aus der Variation der über den unbegrenzten
Raum erstreckten Integrale folgen, ergibt sich, daß bei der
Integration der Variation
alle Terme verschwinden außer
denen, die sich bei der Anwendung des Stokesschen Satzes als
Randintegral über die Schnittlinie des Blattes mit
ergeben.
Wir können nun (außer entlang der Weltlinie des Teilchens, wo wir
uns mit der Parametrisierung festgelegt haben) die Parametrisierung
so wählen, daß die Schnittlinien durch
parametrisiert sind.
Dann erhält man schließlich die besagte Variation zu
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(158) |