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Besonders interessant ist die Untersuchung des Verhaltens des
harmonischen Oszillators unter Einwirkung harmonischer Kräfte,
d.h. für den Fall
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(1.2.43) |
in (1.2.27). Da diese Bewegungsgleichung eine lineare
Differentialgleichung mit reellen Koeffizienten ist, können wir
zunächst die komplexe Funktion
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(1.2.44) |
betrachten und dann den Realteil der Lösung bilden. Wir betrachten also
die durch die Greensche Funktion gegebene Lösung mit den homogenen
Anfangsbedingungen (1.2.28) für diesen Spezialfall für die
antreibende Kraft. Die Integrale (1.2.29) lassen sich in den
drei Fällen der Überdämpfung, des aperiodischen Grenzfalls und des
Schwingfalls leicht auswerten, indem man die Hyperbel- und
trigonometrischen Funktionen wieder in Exponentialfunktionen
umschreibt. Dies sei dem Leser als Übung überlassen. Hier
wollen wir einen anderen Ansatz verfolgen.
Es ist aufgrund der Bauart der Bewegungsgleichung (1.2.27)
klar, daß es Lösungen geben muß, die mit der Frequenz der äußeren
Kraft
schwingen. Dieser Lösung überlagert ist stets eine
Lösung der homogenen Gleichung, die immer dazu dienen kann, die
Anfangsbedingungen zu erfüllen. Diese Eigenbewegung ist aber stets
gedämpft (außer in dem etwas künstlichen Fall des ungedämpften
Oszillators). Für große Zeiten, also
werden diese
transienten Anteile der Bewegung irrelevant, und man hat es mit
einer ungedämpften Schwingung mit der Frequenz der eingeprägten Kraft
zu tun. Wir interessieren uns nun für diesen stationären
Zustand. Dieser sollte wie jede harmonische Schwingung durch eine
Amplitude und eine Phasenverschiebung relativ zur Phase der
eingeprägten Kraft charakterisiert sein. Um dies zu beweisen, müssen
wir nur den Ansatz
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(1.2.45) |
für
in (1.2.27) einsetzen. Das liefert nach Kürzen durch
den gemeinsamen Faktor
die Bestimmungsgleichung
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(1.2.46) |
Dies können wir in der Tat in der Form
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(1.2.47) |
schreiben. Dabei ist
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(1.2.48) |
wobei wir
angenommen haben. Es ist also stets
. Bilden wir nun noch den Realteil unseres Ansatzes
(1.2.45), erhalten wir schließlich die stationäre Lösung zu
![$\displaystyle x_{\omega}(t)=\frac{a_0}{\sqrt{(\omega^2-\omega_0^2)^2+4 \omega^2 \alpha^2}} \cos[\omega t-\varphi(\omega)].$](img226.png) |
(1.2.49) |
Nach Abklingen der transienten Moden (Einschwingvorgang)
schwingt also der Massenpunkt in der Tat harmonisch mit der Frequenz der
äußeren Kraft. Die Phase der Schwingung hinkt der Phase der äußeren
Kraft stets um einen Winkel
hinterher.
Die Amplitude nimmt für
ein Maximum an. Man bezeichnet daher in
diesem Zusammenhang
als Resonanzfrequenz.
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