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An diesem sehr einfachen Beispiel wollen wir die Bedeutung der obigen
Entwicklungen aufzeigen, wie wir die unmittelbar geometrisch
einleuchtende Symmetrie durch Wahl geeigneter Koordinaten ausnutzen
können.
Klar ist, daß sich in diesem Fall kartesische Koordinaten anbieten,
wobei durch das homogene Schwerefeld eine Richtung ausgezeichnet ist.
Das Problem ist komplett symmetrisch in der Ebene senkrecht zur Richtung
des Schwerefeldes. Die kartesischen Koordinaten bieten weiter den
Vorteil, daß
nicht von den generalisierten Koordinaten abhängt. Es
erscheint also sinnvoll, das Koordinatensystem so zu legen, daß das
Schwerefeld in z-Richtung verläuft
. Mit
anderen Worten wird durch das homogene Kraftfeld die volle Symmetrie des
euklidischen Raumes durch Auszeichnung einer Vorzugsrichtung gebrochen,
und es ist sinnvoll, in dieser Vorzugsrichtung einen Basisvektor
des Koordinatensystems zu legen, weil dann zu erwarten ist,
daß die Lagrangefunktion nicht von den beiden anderen Koordinaten
abhängen wird. Stellen wir also die Lagrangefunktion in dieser
Parametrisierung des Problems auf. Gemäß (2.1.10) und (2.1.12)
gilt:
 |
(2.1.22) |
Damit folgt
 |
(2.1.23) |
Wie wir wegen der Symmetrie des Problems bereits erwartet haben, sind
und
zyklische Koordinaten, und das bedeutet gemäß
(2.1.17), daß die dazugehörigen generalisierten Impulse
const const |
(2.1.24) |
Konstanten der Bewegung sind. Damit sind aber die Gleichungen für
und
unmittelbar integrierbar:
 |
(2.1.25) |
Weiter wissen wir aus (2.1.20) und (2.1.21), daß auch die
Energie eine Erhaltungsgröße ist, weil die Lagrangefunktion nicht
explizit von der Zeit abhängt. Folglich ist also
const |
(2.1.26) |
Ersetzen wir
und
durch die Konstanten
und
, läßt sich auch die Gleichung für
unmittelbar
integrieren:
![$\displaystyle z=-\frac{g}{2}(t-c)^2+\frac{1}{mg} \left[E-\frac{p_x^2+p_y^2}{2m} \right].$](img601.png) |
(2.1.27) |
Die Lösung enthält entsprechend den Anfangsbedingungen, die
festzulegen sind,
Integrationskonstanten. Davon sind
,
und
die Erhaltungsgrößen (1. Integrale der Bewegung) aus der
Symmetrie der Lagrangefunktion und
,
und
die bei der
Lösung der verbleibenden Differentialgleichungen 1. Ordnung anfallenden
Integrationskonstanten.
Es ist klar, daß in diesem einfachen Fall die unmittelbare Integration
der Newtonschen Bewegungsgleichung
viel schneller zu dem gleichen Resultat geführt hätte. Das trifft aber
nicht mehr zu, wenn man es mit komplizierteren Bewegungen zu tun hat,
bei denen die Einführung nichtkartesischer Koordinaten vorteilhaft sein
kann.
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