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Die Parametrisierung erfolgt wieder über kartesische Koordinaten. Ein
infinitesimaler Galileiboost ist durch
mit const |
(2.5.11) |
gegeben. Als Symmetriebedingung folgt daraus mit (2.4.10):
![$\displaystyle \delta \bvec{v} \sum_{i=1}^n \left [ \frac{\partial L}{\partial \...
...frac{\partial L}{\partial \dot{\bvec{x}}} \right] + \frac{\d}{\d t} \delta F=0.$](img783.png) |
(2.5.12) |
Wie wir gleich sehen werden, benötigen wir hier nämlich zwingend ein
, das wir im übrigen auch bei der zeitlichen und räumlichen
Translationsinvarianz und bei der Rotationsinvarianz hätten
berücksichtigen können. Daß dies hier beim Schwerpunktsatz zwingend
erforderlich wird, stellen wir hier nur fest.2.2
Wir nehmen weiter an, das Systems sei translationsinvariant, so daß
nach dem Impulserhaltungssatz der erste Term verschwinden muß. Damit
bleibt nur noch übrig:
 |
(2.5.13) |
Wegen der allgemeinen Form
folgt  |
(2.5.14) |
bis auf eine Konstante. Hierin besitzt
in der Tat die
geforderte Form, hängt also nur von den
und nicht
auch von den Geschwindigkeiten ab. Aus (2.4.11) ergibt sich die
dazugehörige Erhaltungsgröße zu
 |
(2.5.15) |
d.h. das mit den Massen gewichtete Mittel der Ortsvektoren der
Massenpunkte, der Schwerpunkt des Systems, bewegt sich
geradlinig gleichförmig. Zur Ausnutzung dieser Symmetrie empfiehlt sich
also die Einführung der Schwerpunktskoordinaten
 |
(2.5.16) |
und die Einführung eines Bezugssystems, in dem der Gesamtimpuls
verschwindet. Dann ist der
Schwerpunkt nämlich gemäß
(2.5.15) eine Erhaltungsgröße. Man kann in diesem Sinne von der
Erhaltung des Schwerpunktes sprechen. Bei frei gelassener Wahl des
Bezugssystems bewegt sich der Schwerpunkt allerdings geradlinig
gleichförmig.
Wir bemerken noch, daß wir im Rahmen der Newtonschen Mechanik annehmen,
daß Galileiinvarianz gegeben ist. Das bedeutet, daß die zehn
Erhaltungssätze stets erfüllt sind. Allerdings betrachtet man oft
idealisierte Probleme, in denen das nicht der Fall ist, etwa wenn man
die Bewegung von Teilchen in vorgegebenen elektromagnetischen Feldern
beschreibt, indem man die Rückwirkung der Teilchen auf die Felder
vernachlässigt. Es ist klar, daß die Felder selbst ebenfalls durch
Teilchen (mit Ladungen) erzeugt werden. Betrachtet man also das
Gesamtsystem, gelten wieder die 10 Erhaltungssätze. Wir sprechen daher
von einem System, für das alle Erhaltungssätze gelten auch von einem
abgeschlossenen System.
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