(1) Man untersuche den Fall verschwindenden Drehimpulses
. Es
erweist sich hier als vorteilhaft, vom Drehimpulssatz auszugehen. Welche
Bahnform liegt vor und wie ist der zeitliche Ablauf der Bewegung?
(2) Zur Geometrie der Kegelschnitte gehen wir von der geometrischen Definition derselben aus:
Eine Ellipse (Hyperbel) ist der geometrische Ort der Menge aller
Punkte einer Ebene, bei der die Summe (der Betrag der Differenz) von
zwei Punkten, den Brennpunkten, immer gleich
ist.
Eine Parabel ist der geometrische Ort der Menge aller Punkte einer
Ebene, bei der der Abstand von einem festen Punkt, dem Brennpunkt,
gleich dem Abstand zu einer festen Geraden (der Leitgeraden)
ist.
Man stelle die drei Kegelschnittypen aufgrund der eben gegebenen
Definitionen in ebenen Polarkoordinaten
dar. Im Fall von
Ellipse und Hyperbel sei die Achse
durch die beiden
Brennpunkte festgelegt. Im Fall der Parabel werde sie senkrecht zur
Leitgeraden gewählt. Der Koordinatenursprung
liege in einem
Brennpunkt (vgl. Abb. 2.3).
Man bestimme durch Vergleich der oben hergeleiteten Lösungen des Keplerproblems die Bahnform in Abhängigkeit von der Energie des Systems. Zur Hilfe sei bemerkt, daß zu einer gegebenen Energie eine ganze Schar von Bahnkurven gehört.
Man zeige weiterhin, daß der Hodograph, d.h. die Menge der Endpunkte der Geschwindigkeitsvektoren entlang der Bahn, abgetragen von einem festen Punkt, ein Kreis ist.
(3) Aus der mit Hilfe der oben eingeführten Bahnkoordinate
formulierten Form des Energiesatzes läßt sich die Zeit als Integral
über
ausdrücken. Das Integral läßt sich durch Substitution der
sogenannten exzentrischen Anomalie explizit lösen (vgl. Skizze Abb.
2.4).
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Zur exzentrischen Anomalie. Die Lage des Planeten |
Aus der Skizze liest man unter Zuhilfenahme der in (2) behandelten Geometrie der Ellipse
(4) Man berechne aus der Fläche der Ellipse
(Beweis?) und
dem zweiten Keplerschen Gesetz die Gesamtumlaufdauer des Quasiteilchens
um das Quasizentrum. Was folgt daraus für die Planeten, wenn die Masse
der Sonne sehr groß ist im Vergleich mit der Masse des Planeten? Um
diesen letzten Punkt zu klären substituiere man wieder
und
. Das Ergebnis ist das dritte
Keplersche Gesetz.