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Nun wissen wir also, daß die Brachistochrone eine Zykloide ist. Jetzt
interessieren wir uns auch für die Bewegung auf derselben. Das
Potential ist
 |
(3.2.1) |
d.h. es handelt sich für die Anfangsbedingung
mit  |
(3.2.2) |
um eine Pendelschwingung innerhalb des ersten Bogens der Zykloide um das Minimum bei
. Deshalb spricht man vom Zykloidenpendel.
Das Vorgehen im Rahmen des Lagrangeformalismusses ist wie
üblich. Die Lagrangefunktion lautet
![$\displaystyle L=\sin^2 \left (\frac{\lambda}{2} \right) \left [ \frac{m}{2} D^2 \dot{\lambda}^2 + m g D \right].$](img1085.png) |
(3.2.3) |
Die Bewegungsgleichung ergibt sich aus der Euler-Lagrangegleichung
 |
(3.2.4) |
Führt man die diversen Ableitungen aus und substituiert schließlich
, erhält man die Gleichung
 |
(3.2.5) |
Das bedeutet, daß das Pendel eine harmonische Schwingung mit der
Kreisfrequenz
vollführt. Im Gegensatz zum
mathematischen Fadenpendel (s. den nächsten Abschnitt) ist aber die
Bewegung exakt harmonisch, d.h. die Schwingungsfrequenz ist unabhängig
von der Amplitude. Die Zykloide nennt man in diesem Zusammenhang auch
Tautochrone3.2.
Bereits Huygens konstruierte eine Pendeluhr, die auf dieser
Eigenschaft des Zykloidenpendels beruht. Dazu benutzte er die Tatsache,
daß die Evolute der Zykloide selber wieder eine Zykloide
ist. Allerdings war der Fehler aufgrund der Reibung größer als die
Genauigkeitssteigerung aufgrund der Isochronie der Schwingung.
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