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Die Lagrangefunktion

Entsprechend der Geometrie des Systems benutzen wir Kugelkoordinaten, mit dem Ursprung im Aufhängepunkt des Pendels, wobei die Polarachse in Richtung der Schwerebeschleunigung weisen möge:

$\displaystyle \vec{x}=R \begin{pmatrix}\cos \varphi \sin \vartheta \ \sin \varphi \sin \vartheta \ \cos \vartheta \end{pmatrix}.$ (3.4.1)

Die kinetische Energie in diesen Koordinaten ergibt sich zu

$\displaystyle T=\frac{m}{2} \left( \frac{\d \vec{x}}{\d t} \right)^{2}=\frac{m ...
...2} \left [ \dot{\varphi}^{2} \sin^{2} \vartheta + \dot{\vartheta}^{2} \right ].$ (3.4.2)

Das Potential ist durch

$\displaystyle V=-m \vec{g} (\vec{x}-\vec{e}_{z} R)=-m g R(\cos \vartheta -1)$ (3.4.3)

gegeben und somit die Lagrangefunktion

$\displaystyle L=T-V=\frac{m}{2} \left( \frac{\d \vec{x}}{\d t} \right)^{2}=\fra...
...{2} \sin^{2} \vartheta + \dot{\vartheta}^{2} \right ]+m g R(\cos \vartheta -1).$ (3.4.4)

Wir finden sofort zwei Integrale der Bewegung: Da die Lagrangefunktion nicht explizit von der Zeit abhängt, ist die Gesamtenergie erhalten. Weiter ist $ \varphi$ eine zyklische Variable, so daß der dazugehörige kanonische Impuls, der in diesem Fall natürlich die Drehimpulskomponente in $ z$ -Richtung ist, ebenfalls erhalten ist:

\begin{displaymath}\begin{split}E &= T+V=\frac{m R^{2}}{2} [\dot{\varphi}^{2} \s...
...arphi} &= m R^{2} \dot{\varphi} \sin^{2} \vartheta. \end{split}\end{displaymath} (3.4.5)

Wir können mit Hilfe der zweiten Gleichung $ \dot{\varphi}$ im Energiesatz eliminieren und gelangen zu

$\displaystyle E=\frac{m R^{2}}{2} \left ( \frac{p_{\varphi}^2}{m^2 R^{4} \sin^{2}{\vartheta}} + \dot{\vartheta}^{2} \right) - m g R (\cos \vartheta-1).$ (3.4.6)




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