Nächste Seite: Das Hamiltonsche Wirkungsprinzip
Aufwärts: Relativistische Dynamik eines Punktteilchens
Vorherige Seite: Der Newtonsche Grenzfall
  Inhalt
Wenden wir uns nun wieder der exakten Bewegungsgleichung im
Dreierformalismus (4.3.11) zu und definieren als Impuls
des Teilchens die Größe
 |
(4.3.13) |
folgt die exakte Bewegungsgleichung (4.3.11) in der an Newtons
ursprüngliche Formulierung des zweiten Gesetzes erinnernden Gestalt
 |
(4.3.14) |
Man beachte, daß wir hier ausnahmsweise den Boden der kovarianten
Schreibweise vollständig verlassen haben. Lediglich
sind die
räumlichen eines Vierervektors, nicht jedoch
4.8. Betrachten
wir nun noch die 0
-Komponente der Bewegungsgleichung (4.3.5) und
schreiben sie in die Dreierformulierung um
 |
(4.3.15) |
Schreiben wir nun (4.3.6) im Dreierformalismus, ergibt sich
 |
(4.3.16) |
Dies in (4.3.15) eingesetzt ergibt schließlich
 |
(4.3.17) |
Dies zeigt, daß die Identifikation von
 |
(4.3.18) |
mit der (kinetischen) Energie des Teilchens konsistent mit der
Identifikation von
mit den Impulskomponenten des Teilchens
ist. Es ist wichtig zu bemerken, daß der Impulssatz in der
relativistischen Mechanik im Gegensatz zur Newtonschen nur für das
abgeschlossene System aus Teilchen und Feldern gilt. Der Grund
dafür ist, daß das dritte Newtonsche Gesetz (,,actio = reactio'') für
ein System von wechselwirkenden Punktteilchen allein nicht gelten kann,
da es ja keine instantanen Fernwirkungen geben kann. Der Energiesatz
kann in speziellen Fällen hingegen gültig sein, nämlich dann, wenn
die Kräfte konservativ sind, sich also als Dreiergradient eines
zeitunabhängigen Potentials gemäß
schreiben lassen. Dann zeigt die Integration von
(4.3.17) sofort, daß wie in der klassischen Mechanik
Wir werden weiter unten noch nachweisen, daß diese Identifikation mit
der durch das Noethertheorem gegebenen Definition über die
Symmetrie unter Zeittranslationen übereinstimmt.
Nun bilden
und
die Komponenten eines Vierervektors, den
Viererimpulsvektor
, und es gilt
 |
(4.3.19) |
Die letztere Beziehung zeigt, daß die Masse eines Teilchens ein Skalar
ist. Weitere wichtige Beziehungen, die sich direkt aus (4.3.19)
ergeben, sind noch durch
 |
(4.3.20) |
gegeben.
Nächste Seite: Das Hamiltonsche Wirkungsprinzip
Aufwärts: Relativistische Dynamik eines Punktteilchens
Vorherige Seite: Der Newtonsche Grenzfall
  Inhalt
FAQ Homepage