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Da gibt es viele Möglichkeiten. Die einfachste Möglichkeit, für ein geladenes
Teilchen eine Barriere zu konstruieren ist, es durch eine Strecke mit
geeigneter und hinreichend großer Potentialdifferenz (etwa eine
Elektronenwolke oder eine mit einer hinreichend grossen Ladung gleichen
Vorzeichens versehen Ringelektrode) zu schicken.
Mikrowellen kann man durch Hohlleiter (Wellenleiter, engl.
waveguides) tunneln lassen. Ein solcher Hohlleiter ist nichts
als ein Metallrohr mit (bevorzugt) rechteckigem Querschnitt. In einem
solchen Wellenleiter gilt für die Ausbreitung des
-Feldes der
Mikrowellen die Helmholtz-Gleichung [Nim97]:
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(3) |
Dabei ist
das elektrische Feld der Mikrowellen,
Abbildung 3:
Skizze des Hohlleiter-Prinzips. Nach dem Huygensschen Prinzip kann
man sich eine Wellenfront vorstellen, indem man von jedem Punkt im
Raum eine kugelförmige Einzelwelle ausgehen läßt. Die Orte, an
denen diese Einzelwellen konstruktiv interferieren, dienen als
Ausgangspunkte für neue Kugelwellen. Wenn die Wände des Leiters
hinreichend weit entfernt sind, so kann man ihren Einfluß
vernachlässigen, und es entsteht eine Wellenfront. Ist die
transversale Ausdehnung des Hohlleiters jedoch klein im Vergleich
zur Wellenlänge, so muß die Reflektion der Kugelwellen an den
Wänden mitberücksichtigt werden. Diese Reflektion führt zu
destruktiver Interferenz und verhindert das Enstehen einer
Wellenfront.
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Wenn nun die Ausdehnung des Hohlleiters quer zur Ausbreitungsrichtung
der Wellen kleiner wird als ein bestimmter Schwellenwert, bildet der
Hohlleiter für die Mikrowellen eine Potentialbarriere. Das ist auch
alles wohlverstanden und folgt direkt aus den Maxwellgleichungen
[Nim80]. Anschaulich kann man es unter Zuhilfenahme des
Huygenschen Prinzips erklären: Eine Welle kann man beschreiben,
indem man sich vorstellt, jeder Punkt im Raum sei Quelle einer
kugelförmigen Elementarwelle. Die Elementarwellen überlagern sich, und
an den Punkten, an denen die Wellenamplituden sich addieren (die
Wellen konstruktiv interferieren), entstehen neue, wieder
kugelförmige Elementarwellen. So entsteht die Wellenfront.
Abbildung 3 zeigt, wie bei engen Hohlleitern, bei denen
die Reflektion der Wellen an den Wänden des Wellenleiters nicht mehr
vernachlässigbar klein ist, eine Wellenfront nicht mehr zustandekommen
kann. Diese Modellvorstellung ist allerdings recht grob.
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