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Im Jahr 1992 veröffentlichte das Journal de Physique in der
September-Ausgabe einen Artikel von Achim Enders und Günter Nimtz mit
dem Titel ,,On superluminal barrier traversal``
[EN92]. Darin beschreiben die Autoren folgendes
Experiment: Ein gaußförmiges Wellenpaket aus Mikroellen des
Frequenzbereichs 8.2-9.2 GHz wird in eine Tunnelstrecke geschickt, die
aus drei Wellenleitern besteht. Die beiden äußeren Wellenleiter sind
groß genug (10.16 mm
22.86 mm), daß ihre Grenzfrequenz mit 6.56
GHz deutlich unterhalb des betrachteten Frequenzbereichs liegt, der
mittlere jedoch mißt lediglich 7.90 mm
15.80 mm, und seine
Grenzfrequenz ist mit 9.49 GHz zu hoch für die Mikrowellen, die diese
Strecke durchtunneln müssen. Mißt man nun die Pulsform des
Wellenpakets nach dem Durchgang durch die Tunnelstrecke und vergleicht
mit einem Puls, der auf einem der Referenzkanäle den Detektor
erreicht, so stellt man fest, daß erstens das Wellenpaket, das die
Tunnelstrecke überwand, deutlich abgeschwächt wurde (Die Autoren
verwendeten Hohlleiter verschiedener Länge; für den längsten (100 mm)
geben sie ein Verhältnis von etwa 1500:1 für die Signalamplituden von
Referenzkanal und Tunnelstrecke an. Zweitens trifft das Maximum des
getunnelten Pulses nach 130 ps am Detektor ein, das des Referenzpulses
jedoch erst nach 200 ps. Die Autoren zogen daraus die Schlußfolgerung,
daß das getunnelte Signal sich schneller als das Referenzsignal,
mithin schneller als das Licht ausgebreitet habe.
Abbildung:
Eine Tunnelbarriere, die den hinteren Teil des Wellenpakets
stärker dämpft als den vorderen, läßt das Pulsmaximum nach
vorne verschoben erscheinen.
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