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Die Darstellung
der Stabilitätsgruppe
auf den Zuständen mit festem Impuls
induziert die Darstellung
aller Lorentztransformationen. Sie wirkt auf
dem Hilbertraum, der von Zuständen aufgespannt wird, deren Impulse auf der zu
gehörigen Massenschale liegen, also aus
durch Lorentztransformationen hervorgehen.
Um dies zu zeigen, betrachten wir die drehungsfreie Lorentztransformation
,
die den Viererimpuls
des
ruhenden Teilchens auf
abbildet
 |
(9.57) |
Sie ist durch
(9.7) mit
gegeben.
In einer Zerlegung in
-Blöcke ist sie
wobei  |
(9.58) |
Hierbei zählen
und
,
, die räumlichen Zeilen und Spalten ab.
Eine Drehung
hat in derselben Zerlegung die Form
 |
(9.59) |
wobei
eine dreidimensionale Drehung ist,
.
Man rechnet elementar nach
 |
(9.60) |
Der zur Lorentztransformation
gehörige Operator
transformiert
die Basis
der Zustände in Ruhe in eine Basis der
Zustände mit Impuls
. Wir denken uns die Basis
schon so gewählt,
daß sie bis auf positive Normierungsfaktoren
mit
übereinstimmt
 |
(9.61) |
Wie
auf diese Basis wirkt,
ist vollständig durch die Lorentzgruppe, ihre Wirkung auf
und die Darstellung
der Stabilitätsgruppe
festgelegt.
 |
(9.62) |
Die Operatoren
sind eine Darstellung, folglich ist
mit
 |
(9.63) |
Es ist aber
eine Lorentztransformation, die
zunächst mit
auf
abbildet, dann auf
und schließlich drehungsfrei
mit
zurück auf
. Sie läßt also
invariant
und ist eine Drehung, die sogenannte Wigner-Rotation.
Drehungen
werden durch
dargestellt
 |
(9.64) |
und mit (9.61) ergibt sich
 |
(9.65) |
Aus der Normierungsbedingung (9.30) folgen die Normierungsfaktoren
Wegen
kann der Faktor bei der
-Funktion dort
ausgewertet werden, wo
verschwindet, also bei
.
Dort ist die Wigner-Rotation
wegen
die Identität,
.
Sie wird durch
dargestellt,
.
Die Normierungsfaktoren vereinfachen sich bei
zu
, denn
.
Vom Argument der
-Funktion ziehen wir
ab
 |
(9.67) |
Dabei ist
die
-Matrix der partiellen Ableitungen von
nach den Komponenten von
bei
. Sie hat die Matrixelemente (9.58)
 |
(9.68) |
Ihre Determinante ist das Produkt ihrer Eigenwerte. Von denen sind zwei
, denn Vektoren, die
senkrecht auf
stehen, werden durch
auf sich abgebildet. Zudem ist
Eigenvektor,
. Die Determinante von
hat also den Betrag
.
Für
erhalten wir schließlich
 |
(9.69) |
Die Wirkung von eigentlichen Lorentztransformationen und Translationen auf Einteilchenzuständen
 |
(9.70) |
ist, wie behauptet, vollständig durch die Masse und den Spin des Teilchens festgelegt.
Wegen (9.60) ist die Wigner-Rotation, die zu einer Drehung
gehört,
unabhängig von
und einfach
selbst
 |
(9.71) |
und die Wirkung von Drehungen
auf Basiszustände vereinfacht sich zu
 |
(9.72) |
Die Ortswellenfunktionen
normierbarer Wellenpakete (9.31)
 |
(9.73) |
werden unabhängig vom Spin durch Translation verschoben
 |
(9.74) |
und durch Drehungen
im Spin und Ort gedreht
 |
(9.75) |
wobei wir verwendet haben, daß sich das Skalarprodukt unter Drehungen nicht ändert
.
Lorentztransformationen wirken nicht in dieser einfachen Form
 |
(9.76) |
wobei
Darstellungen der Lorentzgruppe sind, sondern sind nichtlokal. Um dies zu zeigen, schreiben wir den Einteilchenzustand
 |
(9.77) |
mit dem Lorentzinvarianten Maß
(9.42) als Superposition reskalierter Basiszustände
 |
(9.78) |
die einfacher transformieren
 |
(9.79) |
Wir unterstellen, daß es sich bei den Darstellungsmatrizen
der Drehgruppe um die Einschränkung einer
Darstellung der Lorentzgruppe auf die Untergruppe der Drehungen handelt und
spalten zudem die Matrixelementen
von den Amplituden ab. Dann hat
Koeffizientenfunktionen
 |
(9.80) |
Diese Funktionen
transformieren wie Felder,
. Denn es gilt
 |
(9.81) |
Das Produkt der Darstellungsmatrizen ist
nach Definition der Wignerrotation
gleich
. Integrieren wir statt
über
über
, so ändert sich das Integrationsmaß nicht und wir erhalten, wenn wir
zudem den Strich
weglassen,
 |
(9.82) |
woraus wir das Transformationsgesetz der Koeffizientenfunktion ablesen
 |
(9.83) |
Die Fouriertransformierte Koeffizientenfunktion
 |
(9.84) |
transformiert folglich lokal,
.
Aber sie ist nicht die Ortwellenfunktion (9.38), sondern die Ortswellenfunktion
ist die Fouriertransformierte der Impulswellenfunktion
 |
(9.85) |
also die Fouriertransformierte eines Produktes umd demnach ein Faltungsintegral der
lokal transformierenden Funktion
mit der Fouriertransformierten der Funktion
.
Da Ortswellenfunktionen unter Lorentztransformationen nichtlokal transformieren,
muß es sich bei Feldern mit einem Transformationsgesetz
 |
(9.86) |
um etwas anderes handeln.
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