Gemäß (1.6) und (1.28) gehören Zustände zu Vektoren auf der Einheitskugel
des Hilbertraums.
Aus der Grundgleichung (1.1) für Wahrscheinlichkeiten von Meßwerten folgt weiterhin,
daß ein Einheitsvektor
und der mit einer Phase multiplizierte Vektor
zu demselben
physikalischen Zustand gehören, denn für alle Meßapparate
stimmen die
Wahrscheinlichkeitsverteilungen
der Meßwerte überein
| (1.29) |
| (1.30) |
Eleganter als der Begriff ,,Einheitsvektor bis auf eine Phase``
ist der gleichwertige Begriff eines ,,Strahls im Hilbertraum`` .
Der zum Vektor
gehörige Strahl ist der komplex eindimensionale Unterraum,
der von ihm aufgespannt wird. Ordnet man
physikalischen Zuständen Strahlen im Hilbertraum zu, ist die Grundgleichung (1.1)
für die Wahrscheinlichkeit von Meßwerten
so abzuändern, daß sie unabhängig von der
Normierung der Vektoren
und
wird, die
man als Repräsentanten ihrer Strahlen wählt.
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(1.31) |
Da Zustände Strahlen im Hilbertraum sind, kann man sie genau genommen nicht addieren.
Zwar kann man die Vektoren addieren, aus denen zwei verschiedene Strahlen bestehen, aber die Summen
bilden keinen Strahl, sondern einen zweidimensionalen Unterraum des Hilbertraumes.
Hingegen können aus Repräsentanten
und
der zwei Strahlen auf
viele Arten Superpositionen, der zu
gehörige Strahl, gebildet
werden, wobei
mit
zu demselben Zustand gehört.
Die verschiedenen Superpositionen zweier verschiedener Zustände
und
bilden den Raum
, jede gegebene Superposition kann also als Punkt einer zweidimensionalen
Kugeloberfläche gedacht werden. Auf dieser Kugel zeichnet
einen Punkt als Nordpol und die zu
senkrechte Superposition
als Südpol aus, dem Äquator entsprechen die
gleichgewichtigen Superpositionen
, deren relative Phase
wichtig ist. Außer durch die Herkunft ist keine Superposition auf natürliche Art gegenüber
einer anderen ausgezeichnet.
Das Zusammenfassen zweier Zustände zu einer Superposition ist nicht, wie von Addition zu fordern, assoziativ und kommutativ. Man sollte Superposition daher nicht schlampig Addition nennen.
Statt einen Vektor
oder
als Repräsentanten eines Strahls
im Hilbertraum zu verwenden, kann man Strahlen durch die zugehörigen Projektoren
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(1.32) |
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(1.35) |
In der Form (1.34) kann die Grundgleichung leicht für den Fall verallgemeinert werden,
in dem der Meßwert
entartet ist und mehrere, durch feinere Meßapparate unterscheidbare
(und daher zueinander orthogonale) Zustände
zum Meßwert
gehören.
Der Projektor
ist dann zum Projektor
auf den Unterraum derjenigen Zustände zu
verallgemeinern, bei denen der Meßwert
mit Sicherheit auftritt.
| (1.37) |