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Die Grundpostulate der Quantentheorie
Wir stellen zunächst die Struktur der Quantentheorie in einigen
Grundpostulaten zusammen und erläutern sie in den folgenden
Abschnitten genauer:
- Der Zustand eines quantenmechanischen Systems wird durch einen
normierten Vektor
eines Hilbertraums
repräsentiert.
- Jede physikalische Observable
wird durch einen (auf einem
dichten Teilraum von
definierten) selbstadjungierten
Operator
repräsentiert.
Die möglichen Meßwerte der Observablen sind durch die
(verallgemeinerten) Eigenwerte des ihr zugeordneten Operators gegeben.
- Die (verallgemeinerten) Eigenvektoren
des
Operators
zum (verallgemeinerten) Eigenwert
können
normiert und zueinander orthogonal bzw. auf die
-Distribution
normiert gewählt werden, d.h. so, daß
 |
(2.2.1) |
Dabei bezeichnet
einen oder mehrere Parameter, die im Falle
einer Entartung des Eigenraums die Eigenvektoren
durchnumerieren. Diese Parameter können sowohl kontinuierliche als
auch diskrete Werte durchlaufen, und die
-Symbole in
Gl. (2.2.1) bezeichnen entsprechend
-Distributionen oder
Kronecker-
's. Ist das System bei einer Messung der
Observablen
im normierten Zustand
präpariert, so ist
die Wahrscheinlichkeit, bei der Messung der Observablen
den
Eigenwert
des ihr zugeordneten Operators
zu finden, ist
durch die Bornsche Formel
 |
(2.2.2) |
gegeben, wobei das kombinierte Summations-Integrations-Symbol
den kontinuierlichen und die Summe über den diskreten Teil des
Parameters
bedeutet.
- Die Dynamik des Systems wird eindeutig durch die Zuordnung eines
selbstadjungierten nach unten beschränkten Operators
, des
Hamiltonoperators des Systems, bestimmt.
Ist
der die Observable
repräsentierende
selbstadjungierte Operator, so repräsentiert die kovariante
Zeitableitung
 |
(2.2.3) |
die zeitliche Ableitung
der Observablen
.
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