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Stokesscher Satz
Ist spezieller
und die Untermannigfaltigkeit
eine Kurve
von
zu
,
so definiert die Einsform
das Kurvenintegral
 |
(9.41) |
Es ist ein Funktional der Kurve
und hängt normalerweise
nicht nur von den Endpunkten ab.
Um die Abhängigkeit vom Weg zu untersuchen,
betrachten wir eine Kurve
, die bei festgehaltenen Endpunkten
durch Verformung aus einer Kurve
hervorgeht. Das heißt: es gebe eine
einparametrige Schar von Kurven
,
,
von
nach
,
,
.
Als Abbildung des zweiparametrigen Bereiches betrachtet sei
eine Fläche
.
Sie wird berandet von dem zusammengesetzten, geschlossenen Weg
von
längs
nach
und dann längs der rückwärts
durchlaufenen Kurve
zurück nach
. Wir bezeichnen den Rand von
mit
(lies Rand von
) und notieren
 |
(9.42) |
Die Integrale über die Kurven
ändern sich mit dem Parameter
um
Der
-Term kann integriert werden und ergibt Null, denn
verschwindet für
und
.
Integrieren wir schließlich über
von
bis
, so erhalten wir
 |
(9.44) |
Die rechte Seite ist das Integral (A.40) über die Fläche
,
die von
berandet wird, und dessen Integrand die Zweiform
 |
(9.45) |
ist. In dieser Notation formulieren wir (A.49) kurz und knapp als Stokesschen Satz
 |
(9.46) |
Falls
(A.50) überall verschwindet, liegt der Spezialfall der
Integrabilitätsbedingung (A.17) vor, in dem
nur einen Wert
annimmt,
die Werte
bis
durchläuft und
nicht von
abhängt.
Das Kurvenintegral
 |
(9.47) |
ist die Lösung von (A.18) für
und definiert nach dem Satz von Frobenius in einfach
zusammenhängenden Gebieten, in denen alle Verbindungskurven zweier Punkte ineinander
verformt werden können,
eine bis auf die Integrationskonstante
eindeutige, von der
Verbindungskurve
unabhängige Funktion
des Endpunktes
,
die die Differentialgleichung (A.16)
 |
(9.48) |
löst.
In einfach zusammenhängenden Gebieten gilt folglich für Einsformen
das
Lemma von Poincaré
Gleichung (A.52) ist die eindimensionale Version des Stokesschen Satzes
 |
(9.50) |
wenn wir Funktionen
als Nullformen auffassen,
deren nulldimensionales Integral über einen Punkt einfach den Funktionswert
ergibt. Der Rand der Kurve
trägt orientiert bei: auf die Kurve bezogen
wird der Endpunkt
nach außen und der Anfangspunkt
nach innen
durchlaufen.
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