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Zu jeder einparametrigen Gruppe
von Selbstabbildungen
der Mannigfaltigkeit gehört ein Vektorfeld
.
Seien die Transformationen
einer einparametrigen Gruppe so parametrisiert,
daß
gilt.
Dann gehört
zur identischen Abbildung
und es gilt
.
Variiert
, so durchläuft
für jedes festgehaltene
als Funktion von
eine Kurve mit
Tangentialvektoren
 |
(9.86) |
Sie definieren ein Vektorfeld, das
wegen
von
und
nur über
abhängt. Es kann demnach
bei
bestimmt werden.
 |
(9.87) |
Umgekehrt definiert ein Vektorfeld
durch das Differentialgleichungssystem
 |
(9.88) |
die Abbildung
als Abbildung der Anfangswerte
auf die Lösung
 |
(9.89) |
falls die Integralkurven
für beliebige
existieren.
Das Vektorfeld
heißt infinitesimale Transformation und Erzeugende der
Transformation
. Diese Transformation läßt sich als
exponentiertes Vektorfeld
schreiben. Zu
gehört das
erzeugende Vektorfeld
und der Relation
entspricht
.
Unter den Transformationen
ändern sich Tensoren gemäß (A.79).
Ihre infinitesimale Transformation, das heißt, die Ableitung der Tensortransformation
nach dem Transformationsparameter bei
, definiert die Lieableitung
längs
 |
(9.90) |
Dabei besteht die Lieableitung
aus einem Verschiebungsterm
und aus
Termen
, die von Ableitungen der Jacobimatrizen
stammen
 |
(9.91) |
 |
(9.92) |
Die Lieableitung
eines Skalarfeldes
ist einfach die partielle Ableitung
längs des Vektorfeldes
.
Die Liebableitung
eines Vektorfeldes
längs eines Vektorfeldes
ist der Kommutator
![$\displaystyle [u,v]= uv-vu$](img3048.png) |
(9.93) |
der Differentialoperatoren
und
 |
(9.94) |
Der Kommutator von Vektorfeldern ist ein Vektorfeld, das linear und nach Produktregel (A.3) auf
Funktionen wirkt
=([u,v]f)\,g + f\,([u,v]g)\ .$](img3051.png) |
(9.95) |
Er ist antisymmetrisch, linear und erfüllt für Funktionenvielfache
die Produktregel
![$\displaystyle [u,v] = - [v,u]\ ,\quad [u,v+w]=[u,v] + [u, w]\ ,\quad [u,f v] = f\, [u,v] + u(f)\, v\ .$](img3053.png) |
(9.96) |
Der bei Transformationen
verschleppte Kommutator stimmt mit
dem Kommutator der verschleppten Vektorfelder überein
![$\displaystyle \Phi_* [u,v] = [\Phi_*u,\Phi_*v]\ ,$](img3055.png) |
(9.97) |
denn es gilt
(A.90)
und für
folgt
, also
, und,
wenn wir den in
mit
vertauschten Ausdruck abziehen,
für alle Funktionen
.
Die Lieableitung der Metrik
 |
(9.98) |
ist die infinitesimale Änderung der Metrik unter Abbildungen
.
Ist die Metrik invariant, so verschwindet diese Lieableitung und die
zu
gehörigen Abbildungen sind Isometrien. Das bilineare Gleichungssystem
,
die nach Wilhelm Killing benannte Killing-Gleichung,
definiert bei gegebener Metrik alle infinitesimalen Isometrien
, bei gegebenem Vektorfeld
alle Metriken
mit der zu
gehörigen Isometrie.
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