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Eichtheorien
Die Vektoren, die man parallel verschieben kann, müssen nicht unbedingt geometrisch
anschauliche Vektoren sein, wie sie als Tangentialvektoren an Kurven auftreten.
In der Theorie der Elementarteilchen beschreibt man Materie durch ein Feld
,
das Werte in einem Vektorraum
, dem Isoraum, annimmt.
Die Komponentenfelder
gehören zu Teilchen wie Elektronen, Neutrinos oder Quarks.
Sie unterscheiden sich in Eigenschaften, den Isoladungen, die in der Elementarteilchenphysik
mit Namen wie Ladung, Geschmack (Flavour) und Farbe (Colour) bezeichnet werden.
Für die Isovektoren
ist an jedem Punkt
Addition und Multiplikation mit
Zahlen erklärt, sie bilden eine Basis,
. Dabei durchläuft
der Index
die natürlichen Zahlen bis zur Dimension
dim
des Isoraumes.
Der Paralleltransport von Isovektoren von
zum infinitesimal benachbarten Punkt
ist
aus den gleichen Gründen wie bei Vektoren von der Form
 |
(11.87) |
Ebenso lassen sich
die Felder
als Linearkombination von
-unabhängigen Darstellungsmatrizen
der Liealgebra infinitesimaler
Holonomietransformationen oder Eichtransformationen schreiben.
Die Felder
, die den Paralleltransport von Isovektoren definieren,
heißen in der Physik Viererpotential, Eichfeld oder Yang-Mills-Feld
und gehören zu Photonen,
- und
-Bosonen und Gluonen, die elektromagnetische,
schwache und starke Wechselwirkungen verursachen.
Die kovariante Ableitung von Isovektorfeldern ist wie in (C.37) durch
 |
(11.88) |
gegeben. Nur zählen hier die Indizes
und
die Basis des Isoraumes ab und
durchlaufen die natürlichen Zahlen bis
dim
.
Aus
liest man die Isokrümmung
, die
Feldstärke der Eichfelder
, ab
 |
(11.89) |
Hier treten die Strukturkonstanten
der Liealgebra der Eichtransformationen auf,
.
Sie bestimmen zusammen mit den Darstellungsmatrizen
im Standardmodell der Elementarteilchen
die Kopplungen von Eichfeldern und Materiefeldern.
Die Eichfelder
und die Darstellungsmatrizen
definieren durch
eine Liealgebrawertige Differentialform
, mit der sich die Feldstärke, so wie die Krümmung (C.23),
indexfrei als Zweiform schreibt
 |
(11.90) |
Differenziert man erneut, so folgt mit
(A.60) und der Produktregel (A.59)
 |
(11.91) |
Setzt man hier (C.14) und (C.91) ein und bringt alle Terme auf
eine Seite, so kombinieren sich die partielle Ableitung und die
- und
-Terme
zur kovarianten Ableitung
und man erhält die zweite Bianchiidentität (C.62)
![$\displaystyle \mathop{\mathchoice {\makebox [0pt][l]{\,$\bigcirc$}\sum } {\parb...
...\textstyle \circ$}}\sum }}_{abc}(D_a F_{bc}{}^i + T_{ab}{}^e F_{ec}{}^i) = 0\ .$](img3619.png) |
(11.92) |
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