Die Entfernung zweier Punkte ist in gewöhnlicher Geometrie die Länge der geraden Verbindungsstrecke. In der Raumzeit definiert die Zeit, die auf einer gleichförmig bewegten Uhr zwischen zwei Ereignissen vergeht, die zeitliche Entfernung dieser Ereignisse.
Um zu bestimmen, welche Zeit auf einer gleichförmig bewegten Uhr
vergeht,
liest sie ein Beobachter
wie in Diagramm 2.1 ab und vergleicht
dabei mit der eigenen Uhr [11].
Einfachheitshalber mögen die Uhr und der Beobachter zu einem Zeitpunkt denselben Ort durchlaufen. Ihre Weltlinien schneiden sich in diesem Ereignis
Wenn der Beobachter auf die Uhr
schaut, die sich gleichmäßig in Sichtlinie von ihm entfernt,
und eine Zeit
abliest, so ist dies die Zeit, die auf
bis zum Aussenden des
Lichtes vergangen war, das der Beobachter gerade sieht. Dabei zeige ihm seine eigene Uhr die
Empfangszeit
an. Sie ist der Sendezeit proportional2.1
Schwingt in der Zeit
ein von der Uhr mitgeführter Quarz
-mal mit einer
Frequenz
, so sieht der Beobachter diese
Schwingungen,
während auf seiner Uhr die Zeit
vergeht. Er beobachtet also die Frequenz
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(2.2) |
Da sich gleichförmige Bewegung nicht von Ruhe unterscheiden läßt, hängt
nur von
der Relativgeschwindigkeit von
und
ab und nicht, wie bei Schall, auch von ihrer
Geschwindigkeit gegenüber einem Medium. Zudem hängt
davon ab, ob die verwendeten
Beide Uhren gehen gleich, wenn sie dem Schiedsrichter gleiche Zeiten anzeigen:
Dies definiert geometrisch, welche Längen auf geraden Weltlinien gegeneinander bewegter Beobachter und Uhren gleich sind, und stimmt ausnahmslos in allen Beobachtungen mit dem physikalischen Verhalten gleicher, realer Uhren überein.
Wir verlängern die Weltlinien des Lichtpulses, der von der Uhr
empfangen und reflektiert
wird, wenn sie die Zeit
anzeigt,
bis zur Weltlinie des Beobachters
und bezeichnen in Abbildung 2.3
mit
und
die Zeiten, die die Uhr von
anzeigt, wenn
Dieser Zusammenhang ist für die Geometrie der Raumzeit so wichtig, wie der
Satz des Pythagoras
für die Euklidische Geometrie. Nach dem
Satz des Pythagoras sind in der Ebene alle Punkte auf einem Kreis gleich weit vom Mittelpunkt
entfernt. Die Gleichung
besagt, daß in Raumzeitdiagrammen Punkte
gleicher zeitlicher Entfernung vom Ursprung
auf Hyperbeln liegen.