In ungeraden Dimensionen hat jede Drehung einen Eigenwert
, denn die Determinante
eines
-Blocks (D.7) ist
und
Eigenwerte
treten paarweise auf. Es gibt also in drei Dimensionen für jede Drehung eine Achse
, deren Punkte ungeändert bleiben,
.
Die Drehachse steht senkrecht auf Vektoren
und
, auf die
die Drehung mit (D.7) mit
wirkt.
Normiert man
und
und wählt man geeignet das Vorzeichen von
, so bilden
,
und
eine rechtshändige Orthonormalbasis.
Zerlegen wir einen Vektor
in Anteile, die parallel und senkrecht zur Drehachse sind,
, so schreibt sich in drei Dimensionen die Drehung als
| (12.15) |
Sie wird durch Angabe eines Vektors
der Länge
charakterisiert. Bis auf die
Komplikation, daß die Drehung um
um jede Achse
mit der Drehung um
übereinstimmt, ist die Beziehung von Drehungen und Vektoren
mit
umkehrbar eindeutig.
Die Drehgruppe SO
kann als Mannigfaltigkeit
aufgefaßt werden. Dabei ist
die dreidimensionale Sphäre, die Oberfläche der Einheitskugel in vier Dimensionen.
Auf
wirkt die zyklische Gruppe
mit zwei Elementen
und
,
wobei
jeden Punkt
auf seinen antipodalen Punkt
abbildet. Mit
bezeichnet man die Menge, die von antipodalen
Punktpaaren gebildet wird. Jedes antipodale Punktepaar, das nicht auf dem Äquator liegt, kann man durch den
Punkt auf der Nordhalbkugel repräsentieren. Diesen Punkt kann man eindeutig durch einen Vektor
,
, bezeichnen, wobei
die Richtung vom Nordpol zum Punkt
und
die Länge des Kreisbogens vom Nordpol zum Punkt angibt.
Am Äquator
bezeichnen
und
dasselbe Paar antipodaler Punkte.
In drei Dimensionen gehört zur Drehung um die Achse
,
,
um den Winkel
die infinitesimale Transformation
,
die jeden Vektor
auf das Kreuzprodukt mit
abbildet
| (12.16) |
Die infinitesimale Transformation ist eine Linearkombination
der infinitesimalen Drehungen
,
, um die
-,
- und
-Achse.
Diese infinitesimalen Drehungen um die Koordinatenachsen ändern die Komponenten
von Vektoren um
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(12.18) |