Nächste Seite: Liealgebra der konformen Killingfelder
Aufwärts: Konforme Abbildungen
Vorherige Seite: Konforme Transformationen in zwei
  Inhalt
  Index
Konforme Killinggleichung
Wir untersuchen, welche Räume und Metriken in mehr als zwei Dimensionen eine maximale Zahl
von konformen Killingfeldern zulassen.
Schreiben wir die Lieableitung der Metrik mit der Levi-Civita-Konnektion als symmetrisierte,
kovariante Ableitung von
(C.109), so lautet
mit den Bezeichnungen
 |
(13.69) |
die konforme Killinggleichung (E.27)
 |
(13.70) |
Notwendigerweise müssen beide Seiten bei erneutem Ableiten
und Antisymmetrisieren der Ableitungsindizes übereinstimmen
 |
(13.71) |
Diese Gleichung legt die Ableitung von
als Funktion von
und der Ableitung von
,
, fest.
Denn die zyklische Summe
verschwindet wegen der ersten
Bianchi-Identität (C.110). Zudem verschwindet wegen
die
zyklische Summe
, es ist also
oder
Auch hier ist notwendig, daß bei erneutem Differenzieren und Antisymmetrisieren
in den Ableitungsindizes beide Seiten übereinstimmen
Die Gleichung
erfordert
, also ist
symmetrisch unter Vertauschung der Indizes.
Kontrahieren wir (E.77) mit
und
, so folgt
 |
(13.75) |
In die einmal mit
kontrahierte Gleichung (E.77) eingesetzt,
ergibt sich für
die kovariante Ableitung von
 |
(13.76) |
Werten wir die kovarianten Ableitungen mit (E.73) aus und berücksichtigen wir (E.23)
sowie
wegen der Antisymmetrie von
und den
Permutationssymmetrien von
, so ist
symmetrisch in
und
und mit der Notation
(E.20) von der Form
 |
(13.77) |
Damit ist (E.77) noch nicht erfüllt. Setzen wir dort (E.80) ein,
so erhalten wir ein lineares, algebraisches Gleichungssystem für
,
und
. Dabei
sind die Koeffizienten bei
bis auf einen Faktor
die Komponenten
des Weyltensors
(E.11), des spurfreien Teils des Riemanntensors.
Nur wenn das lineare Gleichungssystem den Rang 0 hat, wenn also alle Koeffizienten bei
,
und
verschwinden, hat der Raum die maximal mögliche Zahl
von konformen Killingfeldern. Insbesondere verschwindet also bei einem maximal konform
symmetrischen Raum der Weyltensor. Dann verschwinden auch die Koeffizienten bei
und bei
und (E.77) ist erfüllt.
Die Gleichung (E.80) erfordert, daß nach weiterem Ableiten und
Antisymmetrisieren in den Ableitungsindizes beide Seiten übereinstimmen.
Wenn wir in
![$\displaystyle - R_{kln}{}^r b_r = [D_k,D_l]b_n = D_k (D_l b_n) - D_l (D_k b_n)$](img4486.png) |
(13.78) |
auf der rechten Seite (E.80, E.73, E.75, E.76) einsetzen,
erhalten wir ein lineares Gleichungssystem für
,
,
und
.
Beispielsweise tritt
mit den Koeffizienten
auf, wobei
der Cottontensor (E.18) ist.
Nur wenn der Weyltensor
und der Cottontensor verschwinden, ist der Raum maximal konform
symmetrisch.
Auch die Koeffizienten des linearen Gleichungssystems bei
,
und
verschwinden, wenn der Weyltensor und der Cottontensor verschwinden.
Jeder maximal konform symmetrische Raum ist also konform flach. Umgekehrt erfüllt jeder
konform flache Raum die notwendigen Bedingungen für die Existenz einer
maximalen Anzahl konformer Killingfelder. Der Satz von Frobenius besagt, daß dann
das Gleichungssystem (E.73, E.75, E.76, E.80) zumindest
in einer genügend kleinen Umgebung eine Lösung hat, die durch die an einem Punkt frei
wählbaren Werte von
festgelegt ist.
Dies sind
Werte.
Auf welchen Mannigfaltigkeiten
die konformen Killingfelder und die dazu gehörigen
konformen Transformationen mit nullstellenfreiem konformen Faktor
existieren, zeigt die Untersuchung der Liealgebra der konformen Killingfelder.
Unterabschnitte
Nächste Seite: Liealgebra der konformen Killingfelder
Aufwärts: Konforme Abbildungen
Vorherige Seite: Konforme Transformationen in zwei
  Inhalt
  Index
FAQ Homepage