Nächste Seite: Noetheridentität der Elektrodynamik
Aufwärts: Eichsymmetrien und Noetheridentitäten
Vorherige Seite: Doppelte Noetheridentität
  Inhalt
  Index
Da die Variationsableitung nach der Materiewirkung in den Bewegungsgleichungen der
Eichfelder (G.35) als Quelle so auftritt wie der elektromagnetische
Strom in den Maxwellgleichungen, bezeichnet man
als Strom. Dieser Strom ist eng verwandt dem Noetherstrom, der zur Invarianz
der Materiewirkung unter einer Symmetrietransformation gehört, die die Eichfelder
nicht ändert.
Dies zeigt die folgende Kombination der beiden Noethertheoreme. Die Eichinvarianz
(G.19) besagt für die Lagrangefunktion
der Materiewirkung
 |
(15.39) |
Dabei ist nach erstem Noethertheorem der Strom (G.20)
 |
(15.40) |
wobei
durch
bis auf einen trivialen Strom
eindeutig definiert ist. Nach dem zweiten Noethertheorem hat der Strom die Form (G.31)
 |
(15.41) |
Diese Ströme sind bis auf triviale Ströme (G.18) eindeutig.
Also gibt es Funktionen
der Jet-Variablen,15.3 so daß
 |
(15.42) |
als Identität für alle Felder
und alle Felder
und alle
Eichtransformationen
gilt.
Sie gilt insbesondere für Materiefelder, die ihren Bewegungsgleichungen genügen,
und für Eichtransformationen, die Eichfelder invariant lassen
 |
(15.43) |
Die linke Seite ist der Strom, der zur Symmetrie der Materiewirkung unter Transformationen
gehört, die fest vorgegebene Eichfelder
, solche Felder nennt man Hintergrundfelder,
unverändert lassen. Dabei kann das Eichfeld
irgendeinen
festen Wert haben, der mit
verträglich ist. Gleichung (G.43) identifiziert diesen
Noetherstrom, der durch das Transformationsverhalten der Felder
festgelegt ist
und
nur als Hintergrundfeld enthält, als Linearkombination der Variationsableitungen
der eichinvarianten Materiewirkung nach dem Eichfeld, wenn die Materiefelder ihre
Bewegungsgleichungen erfüllen und die Eichfelder Werte haben, die Symmetrien
zulassen.
Die Gleichung
schränkt die Parameterfunktionen
ein,
eine Symmetrie von
zu sein, und die Eichfelder
, eine Symmetrie zu haben.
Zum Beispiel haben Yang-Mills-Felder mit Transformationsgesetz
nur
dann Symmetrien, wenn die Holonomiegruppe, die von den Feldstärken erzeugt wird,
invariant läßt.
Denn die Gleichung
erfordert
![$\displaystyle 0=[D_m,D_n]\xi^i= (F_{mn} \xi)^i = F_{mn}{}^j f_{kj}{}^i \xi^k\ .$](img4937.png) |
(15.44) |
Nächste Seite: Noetheridentität der Elektrodynamik
Aufwärts: Eichsymmetrien und Noetheridentitäten
Vorherige Seite: Doppelte Noetheridentität
  Inhalt
  Index
FAQ Homepage