Bei der einfachsten Darstellung von Poincarétransformationen sind die Matrizen
durch
selbst gegeben. Andere Transformationen treten, wie wir später sehen werden, bei
der Transformation des Drehimpulses und des Energieschwerpunktes (4.108) auf.
Im einfachsten Fall transformieren also vier Erhaltungsgrößen
,
die wir im Vorgriff auf das Ergebnis unserer Betrachtung Viererimpuls nennen, gemäß
Wenn sich ein Teilchen langsamer als Licht bewegt, dann gibt es das Bezugssystem eines
mitfliegenden Beobachters, für den das Teilchen ruht. Da die Geschwindigkeit
invariant unter Drehungen ist und da der Viererimpuls eine Funktion der Geschwindigkeit ist,
ändern Drehungen nicht den Viererimpuls
eines ruhenden Teilchens.
Folglich verschwindet im Ruhsystem eines Teilchens der räumliche Anteil
des Viererimpulses, und er hat die Form
| (3.43) |
![]() |
(3.44) |
Wir benennen die Komponenten des Viererimpulses so wie diejenigen
Größen der Newtonschen Physik, mit denen sie im Grenzfall kleiner
Geschwindigkeiten übereinstimmen. Bis auf höhere Potenzen von
gilt
![]() |
(3.46) |
Für ein Teilchen, das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, wählen wir ein Bezugssystem mit
,
in dem es sich in
-Richtung bewegt. Der Tangentialvektor
an die Weltlinie
des Teilchens ist dann von der Form
.
Er ist invariant unter Drehungen um die
-Achse und invariant unter den Lorentztransformationen
Der Viererimpuls
dieses lichtschnellen Teilchens muß wie der Tangentialvektor an seine Weltlinie invariant unter Drehungen um die
-Achse sein, daher müssen die
- und
-Komponenten
und
verschwinden. Damit
auch invariant unter
ist und auch die
-Komponente von
verschwindet, muß zudem
sein.
Bewegt sich das Teilchen mit positiver Energie in beliebige Richtung, so gilt
| (3.49) |
Für massive und für lichtschnelle Teilchen ist die Geschwindigkeit
das Verhältnis
Auch bei überlichtschnellen Teilchen, bei Tachyonen, erschließt man, daß der Viererimpuls ein Vielfaches
des Tangentialvektors sein muß und mit einem Richtungsvektor
die Form
![]() |
(3.51) |
Das Vakuum ist für alle Beobachter gleich und hat daher einen Viererimpuls, der unter allen
Transformationen
invariant ist. Es muß daher verschwindende Energie
und verschwindenden Impuls haben,
.
Das gilt auch für den Beitrag der sogenannten
Quantenfluktuationen zur Energie, die manchen Theoretikern Kopfzerbrechen bereiten.