Die Masse
verknüpft die Komponenten des Viererimpulses eines freien Teilchens.
Unabhängig von der Geschwindigkeit gilt wegen (3.45)
Die Beziehung (3.52) von Energie und
Impuls gilt auch für lichtschnelle Teilchen, zum Beispiel
für Photonen. Sie sind masselos.
Ihr Viererimpuls
ist lichtartig
| (3.53) |
Photonen mit Viererimpuls
gehören als Quanten zu ebenen elektromagnetischen Wellen
mit Viererwellenvektor
. Dabei ist der Impuls
ein Vielfaches des Wellenvektors,
die Konstante
Js [1] ist das von Planck eingeführte
Wirkungsquantum. Die Energie
der Photonen ist ein Vielfaches der Frequenz
der elektromagnetischen Welle. Diese Beziehung liegt Plancks Herleitung der
thermischen Strahlungsdichte und Einsteins Deutung des photoelektrischen Effektes zugrunde.
Gemäß (3.47) haben ruhende Teilchen die Energie
| (3.54) |
Die Masse
ist geschwindigkeitsunabhängig.
Sie per Definition
als Bezeichnung für die geschwindigkeitsabhängige Energie
zu verwenden, würde einen Begriff vergeuden. Heutzutage bezeichnet man mit Masse die Größe, die
in veralteten Darstellungen umständlich Ruhemasse heißt.
Die Größe
als geschwindigkeitsabhängige Masse zu bezeichnen, verführt dazu,
sie in Formeln der Newtonschen Physik, die sich im Grenzfall kleiner Geschwindigkeiten
aus relativistischer Physik ergibt, einzusetzen und zu glauben, eine für
alle Geschwindigkeiten gültige Gleichung zu erhalten. Auch wenn dies im Einzelfall
beim Impuls
zutrifft, so ergibt sich fast immer Unsinn: die kinetische
Energie ist nicht
und auch nicht
.
Ein schnell
bewegtes Teilchen bewirkt nicht die Gravitation einer um einen Faktor
vergrößerten
Masse
, und es wird nicht durch seine Geschwindigkeit zu einem Schwarzen Loch.
Wenn es nur dieses Faktors bedürfte, hätte Einstein zehn Minuten statt zehn Jahre gebraucht, in die
relativistische Formulierung von Mechanik und Elektrodynamik die Gravitation einzubeziehen.
Kraft ist nicht Masse mal Beschleunigung. Die Bewegungsgleichung relativistischer, geladener Teilchen (5.2) besagt, wie wir in Abschnitt 5.3 zeigen, daß der Gesamtimpuls der wechselwirkenden Teilchen und Felder erhalten bleibt,
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(3.55) |
Die Beschleunigung zeigt normalerweise nicht in Richtung der Kraft,
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(3.56) |
Trägheit schneller Teilchen ist richtungsabhängig. Wirkt die Kraft
quer zu
, ist die Beschleunigung
;
in Richtung der Geschwindigkeit ist das Teilchen um den Faktor
träger.
Auch masselose Teilchen sind träge,
,
in Bewegungsrichtung sogar unendlich träge,
.
Bei der Bewegung mechanischer Anordnungen sind, lange bevor relativistische Auswirkungen meßbar werden, Korrekturen wichtig, die die endliche Schallgeschwindigkeit in den Körpern, die ja nicht ideal starr sind, berücksichtigen. Bei hohen Relativgeschwindigkeiten werden die Kräfte auf ein Teilchen durch Stöße mit anderen Teilchen bewirkt, die durch Energie- und Impulserhaltung eingeschränkt sind, und durch Wechselwirkung mit Feldern, wie dem elektromagnetischen Feld oder dem gravitativen Feld, der Metrik.