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Das elektrische Feld einer kugelsymmetrischen, statischen Ladungsverteilung folgt aus
dem Gaußschen Integralsatz und dem naheliegenden Ansatz,
daß das
-Feld zeitunabhängig und radial gerichtet ist
5.5
 |
(5.37) |
Den Betrag des
-Feldes bestimmt man, indem man
(5.4) über eine Kugel
mit Radius
integriert. Auf der rechten
Seite ergibt sich
mal der Ladung
, die in der Kugel eingeschlossen ist, die
linke Seite formt man mit dem Gaußschen Integralsatz in ein Integral über die Kugeloberfläche
um
 |
(5.38) |
Auf der Kugeloberfläche ist die nach außen gerichtete Flächennormale
parallel
zur Richtung des
-Feldes, das Skalarprodukt
ist also
gleich dem Produkt der Beträge. Der Betrag des elektrischen Feldes ist auf der
Kugeloberfläche konstant und kann vor das Integral gezogen werden, das die Größe
der Kugeloberfläche ergibt. Wir erhalten
 |
(5.39) |
Bei einer kugelsymmetrischen Ladungsverteilung wirken sich auf eine Probeladung am Ort
nur die Ladungen aus, die innerhalb der Kugel mit Radius
sind. Die Kraft
ist abstoßend, wenn die Ladungen
und
gleiches Vorzeichen haben.
Innerhalb einer homogen geladenen Kugel mit Radius
verhält sich
zur
Gesamtladung
wie das Volumen
zum Gesamtvolumen
,
. Demnach gilt für eine homogen geladene Kugel
 |
(5.40) |
Im Inneren einer homogen geladenen Kugel wirkt auf ein entgegengesetzt geladenes
Probeteilchen dieselbe mit dem Abstand linear anwachsende, anziehende Kraft wie auf
einen kugelsymmetrischen harmonischen Oszillator. Ihre Bahnen sind Ellipsen,
deren Mittelpunkt anders als bei Keplerellipsen im Ursprung liegt.
Das elektrostatische Feld läßt sich als Gradient eines Potentials
schreiben und erfüllt daher auch die restlichen Maxwell-Gleichungen mit
und
 |
(5.41) |
Demnach ist das Potential außerhalb eines Punktteilchens mit Ladung
, das im Ursprung
ruht, das Coulomb-Potential
.
Befindet sich das Teilchen bei
, so gehört dazu das verschobene Potential
, denn die Maxwellgleichungen
sind, wie man leicht überprüft, verschiebungsinvariant. Das Potential mehrerer Punktladungen erhält man als Summe
der Potentiale der einzelnen Ladungen, denn die Maxwellgleichungen sind linear inhomogen
 |
(5.42) |
Für eine kontinuierliche Ladungsverteilung
geht dies in die
kontinuierliche Summe über, nämlich in das Integral
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(5.43) |
Dieses Potential erfüllt, wie wir gleich zeigen, die Gleichung
,
also die Poisson-Gleichung
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(5.44) |
Hierbei ist
der
Laplace-Operator
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(5.45) |
Die homogene Poisson-Gleichung
heißt Laplace-Gleichung, ihre Lösungen
heißen harmonische Funktionen.
In ladungsfreien Gebieten ist das elektrostatische Potential eine harmonische Funktion.
Komplexe Funktionen
hängen komplex differenzierbar von
ab, wenn sich ihre Änderung
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(5.46) |
linear in
als
schreiben läßt. Wegen
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(5.47) |
erfordert komplexe Differenzierbarkeit die Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen
 |
(5.48) |
Folglich sind
wegen
und ebenso
harmonische Funktionen der zwei Variablen
und
. Umgekehrt gehört zu jeder reellen,
harmonischen Funktion
eine komplex differenzierbare Funktion
, die bis auf eine
Konstante bestimmt ist.
Darauf beruht die Bedeutung von Funktionentheorie für Potentialprobleme in zwei Raumdimensionen.
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