Um zu überprüfen [36], daß (5.43) die Poisson-Gleichung löst,
schneiden wir aus dem Gebiet
eine Kugel
K
um
mit Radius
heraus,
,
und betrachten den Grenzfall
. In
gilt
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(5.49) |
Der Integrand ist eine Summe von Ableitungstermen
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(5.50) |
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(5.51) |
Das Integral über
K
über den ersten Term verschwindet im Grenzfall
,
denn nach dem Mittelwertsatz der Integralrechnung ist es gleich einem Wert von
an einer Stelle der Kugeloberfläche mal der Größe der Kugeloberfläche
.
Dabei ist
der Normalenvektor auf
, der in
hineinzeigt.
Im zweiten Term des Integranden ist das Skalarprodukt gleich dem Produkt der Beträge. Wir schreiben
das Integral mit dem Mittelwertsatz als
an einer Stelle der Kugeloberfläche
mal
und
erhalten insgesamt im Grenzfall
den Wert
, also,
nach
aufgelöst,
Da das elektrostatische Potential einer räumlich beschränkten Ladungsverteilung
für große Abstände verschwindet und sein Gradient schneller als
gegen Null geht,
verschwinden für
die Randterme. Folglich löst (5.43) die Poisson-Gleichung.
Wälzen wir durch partielle Integration für
die Differentationen auf
ab, so ist (5.52) die Gleichung
Für harmonische Funktionen
verschwindet das Oberflächenintegral über die Normalenableitung,
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(5.54) |
Wählen wir in (5.52) das Gebiet
als Kugel
um
mit einem Radius
, so
verschwindet, weil
harmonisch ist, nicht nur das Volumenintegral, sondern auch das Oberflächenintegral über
die Normalenableitung, denn sie wird mit einem konstanten Faktor
integriert. Es verbleibt
der Mittelwert von
auf der Kugelfläche
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(5.55) |
Da die harmonische Funktion
gleich ihrem Mittelwert auf umhüllenden Kugelflächen ist, nimmt sie ihr Minimum und Maximum
auf dem Rand jedes Gebietes
an, in dem sie harmonisch ist.
Insbesondere hat ein elektrostatisches Potential im ladungsfreien Gebiet keine Mulde, es
gibt keine elektrostatische Falle für geladene Teilchen.
Eine leitende Oberfläche ist nach Abklingen aller Ströme eine Äquipotentialfläche. Umschließt sie ein ladungsfreies Gebiet, so ist das Potential auch im Inneren konstant, denn es hat Werte zwischen dem Minimum und Maximum, das auf dem Rand angenommen wird. Folglich verschwindet in einem Faraday-Käfig die elektrische Feldstärke.
Verschwindet auf
die Normalenableitung
einer harmonischen Funktion,
Demnach ist jede Lösung der Poisson-Gleichung durch
und ihre Werte auf dem Rand festgelegt.
Denn die Differenz zweier Lösungen mit gleichem
und gleichen Randwerten ist eine Lösung der
Laplace-Gleichung, die auf dem Rand verschwindet und folglich im Inneren verschwindet.
Durch ihre Normalenableitung auf dem Rand ist jede Lösung bis auf eine Konstante festgelegt,
denn die Differenz zweier Lösungen mit gleichen Normalenableitungen hat
verschwindende Normalenableitung und ist konstant.
Weil
und
nicht negativ sind, zeigt (5.56) auch,
daß auf Gebieten ohne Rand der Laplace-Operator keine positiven Eigenwerte hat,
.