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Geodätische Linien und Beschleunigung
Die Metrik der Raumzeit bestimmt den Gang von Uhren, die auf einer Weltlinie
,
, Ereignisse
und
durchlaufen. Zwischen diesen Ereignissen vergeht auf einer idealen Uhr die Zeit
 |
(6.4) |
Freie Teilchen im Gravitationsfeld durchlaufen, wie wir in Abschnitt 7.3
ableiten, Weltlinien
, auf denen diese Zeit
zwischen irgend zwei genügend benachbarten6.2Ereignissen
und
größer als auf allen anderen Linien wird, die ebenfalls
und
verbinden.
Diese Weltlinien heißen die zeitartig geodätischen Linien oder, weniger technisch,
die zeitartigen Geraden der gekrümmten Raumzeit mit Metrik
.
Für die Weltlinien
freier Teilchen im Gravitationsfeld gelten also die
Euler-Lagrange-Gleichungen (4.33) mit der Lagrangefunktion (vergleiche mit (4.14))
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(6.5) |
wobei wir kurz
für
schreiben.
Die Eulerableitung (4.28) dieser Lagrangefunktion ist
Bezeichnen wir mit
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(6.7) |
den normierten Tangentialvektor und verwenden wir die
Christoffelsymbole (C.106)
als Abkürzung für die auftretenden partiellen Ableitungen der Metrik
 |
(6.8) |
wobei
mit oberen Indizes die Komponenten der inversen Metrik (A.70) sind,
so hat die Eulerableitung die Form
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(6.9) |
Die Euler-Lagrange-Gleichungen legen die Parametrisierung der Weltlinie nicht fest.
Denn die Eigenzeit ist ein Funktional der Bahn, das nicht von der Parametrisierung
abhängt (4.4). Ist
eine monotone, differenzierbare Funktion, so ist
wegen der Kettenregel
genau dann eine Lösung,
wenn
die Gleichungen erfüllt.
Daher können wir als Parameter
die Zeit wählen, die die mitgeführte Uhr bei
anzeigt.
Dann hat der Tangentialvektor konstantes Längenquadrat
(4.6)
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(6.10) |
und die Eulerableitung vereinfacht sich.
 |
(6.11) |
Ist der Bahnparameter
die Eigenzeit, so ist der Vektor
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(6.12) |
die Beschleunigung
längs einer Weltlinie
. Frei fallende Teilchen sind per Definition unbeschleunigt.
Ihre Weltlinien machen die zu (6.5) gehörige Wirkung extremal und
erfüllen in der Parametrisierung (6.10) die Geodätengleichung (C.114)
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(6.13) |
Dabei braucht
nur anfänglich gefordert werden.
Längs einer geodätischen Linie ändert sich das Längenquadrat des Tangentialvektors nicht
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(6.14) |
Ist eine Weltlinie durch ihre Eigenzeit parametrisiert, so hat ihr
Tangentialvektor konstantes Längenquadrat und ist senkrecht zur Beschleunigung
.
Sie hat daher für einen Beobachter, der die Weltlinie durchläuft, nur räumliche Komponenten.
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